Mönchengladbach / Hannover. Virtuelle Realität, künstliche Intelligenz, Internet der Dinge & Co.: Intensive Einblicke in die Zukunft der Industrie stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Hannover Messe (HMI). Auch die Mönchengladbacher Wirtschaft präsentiert auf der weltgrößten Industrieschau Innovationen und Impulse aus dem digitalen Bereich, zeigt, wie sie diese in Produkte und konkrete Anwendungsmöglichkeiten übersetzt und stellt sie einem internationalen Fachpublikum vor. Im Fokus der internationalen Aktivitäten der Wirtschaftsförderung (WFMG) steht in diesem Jahr China.

Stellvertretend für die Innovationskraft des Mönchengladbacher Mittelstandes steht die Firma Kessels GmbH, die Ihren 1000-bar-Wasserstoffspeicher als Mobilitätslösung der Zukunft erstmals der Öffentlichkeit vorstellt. Darüber hinaus ist die Mönchengladbacher Produktionswirtschaft mit R & D Elektronik, ATB Schorch, der SMS group sowie GE Grid präsent. Die Mönchengladbacher Software-, IT- und Digitalwirtschaft repräsentieren die Unternehmen Data Solid, IGE+XAO sowie Togrund. Des Weiteren ist das Unternehmen Vanderlande Industries auf dem Toyota-Stand vertreten.

Das Stichwort Innovation kennzeichnet auch die langjährige Partnerschaft der WFMG mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt sowie Energietechnik, Verkehr und Sicherheit im Bereich der angewandten und Grundlagenforschung. Als erste Wirtschaftsförderung in Deutschland hat die WFMG eine Technologiekooperation mit dem DLR geschlossen. WFMG und DLR laden in diesem Jahr für Dienstag, 24. April, zum „Innovation Lunch“ und präsentieren mittelständischen Unternehmen aus Mönchengladbach anwendungsorientierte Forschungsergebnisse mit dem Ziel, vertiefte Technologiekooperationen anzustoßen.

Das Messe-Team der WFMG wird von drei chinesischen Kollegen aus der Stadt Suqian unterstützt, mit welcher Mönchengladbach eine Kooperation unterhält. Die Kontakte zu Suqian waren im vergangenen Jahr im Zuge einer China-Reise der WFMG noch vertieft worden. Zudem konnten 2017 im Rahmen der Hannover Messe auf dem „Deutsch-Chinesischen Forum für Industrie 4.0“ Kontakte zur Industriekooperation Taisheng Europe GmbH geknüpft werden. Im Nachgang zur Messe konnte diese Firma mit der ersten Repräsentanz in Europa im SMS Businesspark in Mönchengladbach angesiedelt werden. Dieser Ansiedlungserfolg bestärkte die WFMG darin, in diesem Jahr erstmals eine Roadshow zu organisieren, welche sich gezielt an chinesische Industrieunternehmen wendet. Die Vertreter der WFMG nutzen diesen Rahmen, um in persönlichen Gesprächen mit den chinesischen Unternehmen die Vorzüge des Produktionsstandortes Mönchengladbach aufzuzeigen und die Erfahrungen und Kontakte aus der im März 2017 eigens organisierten Delegationsreise nach China zu vertiefen.

„Die Begriffe Industrie 4.0 und Hannover Messe sind untrennbar miteinander verbunden“, sagt Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG. Die Weltleitmesse der Industrie habe von Beginn an auf die Chancen von Industrie 4.0 gesetzt und sich damit zum globalen Hotspot für die digitale Transformation der Industrie entwickelt. „Und diese Plattform ist auch für den Mönchengladbacher Mittelstand immens wichtig, um seine neuesten Produkt- und Service-Innovationen einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.“ Partnerland der HMI ist in diesem Jahr Mexiko. Mit der Präsentation dieses Partnerlands und der Außenwirtschaftsplattform „Global Business & Markets“ zeigt die Hannover Messe die globale Dimension der Umbrüche in der industriellen Produktion auf.

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