Mönchengladbach. Rolf Königs muss nicht lange überlegen, um das Erfolgsgeheimnis zu erklären, wie der Initiativkreis Mönchengladbach in Kooperation mit der städtischen Marketing-Gesellschaft Jahr für Jahr hochklassige Veranstaltungen in die Vitusstadt holt. „Der Initiativkreis Mönchengladbach ist ein Beispiel für erfolgreiches gemeinsames Wirken von Spitzenrepräsentanten bedeutender Wirtschaftsunternehmen und Persönlichkeiten. Seine persönlichen Mitglieder und die durch sie vertretenen Unternehmen setzen durch ihr finanzielles und ideelles Engagement wichtige Impulse zur Förderung des notwendigen Strukturwandels in Mönchengladbach und seiner Region“, freut sich der Sprecher des Initiativkreises über die tolle Entwicklung, die der 2003 ins Leben gerufene Initiativkreis und die mit ihm verbundenen Events seitdem genommen haben.

 

Das zweite Erfolgsgeheimnis: Über Jahre hinweg hat sich Peter Schlipköter, Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Mönchengladbach, ein erstklassiges Netzwerk erarbeitet und holt dank diesem weltbekannte Persönlichkeiten nach Gladbach. Beste persönliche Kontakte führen ihn nach London ins Wohnzimmer von Designerin Vivienne Westwood, die 2015 eine international zur Kenntnis genommene Stippvisite in Mönchengladbach gemacht hat, oder wie jüngst ins Privathaus von Professor Bernard Feringa in Groningen.

 

Der Chemie-Nobelpreisträger von 2016 wird am Mittwoch, 25. April, im Audimax der Hochschule Niederrhein vormittags vor geladenen Schülern und Studenten eine besondere Chemiestunde und abends einen Vortrag unter der Überschrift „The Art of Building Small“ halten. Bernard Feringa setzt alles daran, Forschung lebendig zu präsentieren, um sie seinen Zuhörern begreifbar zu machen. Dafür schlüpft er auch schon einmal in die Rolle des Animateurs, der das scheinbar Unverständliche im Rahmen eines populären Vortrags für sein Publikum nachvollziehbar macht. Feringa unterfüttert seinen Vortrag auch mit animierten Filmen. Am Abend des 25. April darf man sich also im Audimax der Hochschule Niederrhein auf den spannenden Vortrag des Nobelpreisträgers freuen.

 

Am Vormittag erläutert der Nobelpreisträger Studenten der Hochschule Niederrhein sowie Schülern der weiterführenden Mönchengladbacher Schulen, wie er und sein Team es geschafft haben, aus unbelebter Materie synthetische Moleküle zu produzieren, die sich autonom bewegen können. Das sei nicht weniger als „der Beginn einer neuen industriellen Revolution des 21. Jahrhunderts, basierend auf molekularen Maschinen“, wie es die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften im Oktober 2016 anlässlich der Preisverkündung formulierte.

 

„Bei meinem Treffen mit Bernard Feringa in Groningen habe ich den Professor als einen faszinierenden, extrem positiven Menschen kennenlernen dürfen. Er wird den Studenten und Schülern auf packende Weise diesen komplexen Stoff nahebringen“, ist Peter Schlipköter überzeugt.

 

Nicht weniger spannend ist David Mayer de Rothschild: In der Reihe „Pioniere der Welt“ ist er knapp zwei Monate später zu Gast in Mönchengladbach. Der 39-Jährige gilt gleichermaßen als Abenteurer, Ökologe und Kämpfer gegen den Klimawandel. Am 12. Juni wird de Rothschild im „Kunstwerk“ in Wickrath sprechen, unter anderem über seine Expedition mit der „Plastiki“, einem aus 12 500 PET-Flaschen konstruierten Segelkatamaran.

 

 

Vollständig von Sponsoren finanziert, das Material komplett recycelbar, sticht die „Plastiki“ im März 2010 in San Francisco in See – und landet im Juni des Jahres in Sydney Harbour. Auf der etwa 15 000 Kilometer langen Strecke segelt de Rothschild durch einen dichten Plastikteppich, den die Anrainer als „Great Pacific Garbage Patch“ bezeichnen. Dieses Müllbeet besteht aus geschätzten 100 Millionen Plastikteilen, eine Menge, die zweimal das gesamte Territorium von Frankreich bedecken könnte. Schätzungen zufolge macht Plastikmüll etwa 80 Prozent der gesamten Meeresverschmutzung aus. Mindestens eine Million Seevögel und etwa 100 000 Säugetiere sterben pro Jahr an den Folgen der Aufnahme von Plastik oder indem sie sich in dem Material verfangen.

 

David Mayer de Rothschild setzt sich seit vielen Jahren für die Belange der Umwelt ein. Daneben suchte er weitere, direkte Aufeinandertreffen mit der Natur. So hat er als jüngster Brite aller Zeiten beide Pole bezwungen: die Antarktis zu Fuß, auf Skiern und per Segeldrachen, den Nordpol per Hundeschlitten und auf Skiern. An seinem Abend in Mönchengladbach berichtet er von seinen Pionierleistungen und seinen weltweiten Engagements und Abenteuern.

 

„Wer zwei faszinierende Persönlichkeiten in Mönchengladbach erleben will, sollte sich diese beiden Veranstaltungen mit Bernard Feringa und David Mayer de Rothschild nicht entgehen lassen“, unterstreicht MGMG-Geschäftsführer Peter Schlipköter.

-jfk

 

INFO
Die Veranstaltung mit Professor Bernard Feringa ist bereits ausverkauft. Tickets für den Vortragsabend mit David Mayer de Rothschild (20 bis 40 Euro zzgl. VVK-Gebühren) sind unter www.adticket.de, Telefon 0180.60 50 400 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Das komplette Jahresprogramm des Initiativkreises gibt es unter www.ik-mg.de.

 

BILDUNTERSCHRIFT
MGMG-Chef Peter Schlipköter (r.) mit Nobelpreis-Träger Professor Bernard Feringa.
Foto: privat

Teilen