Mönchengladbach. Frauke Nordheim (23 Jahre), Jana Reiners (21), Jan Schaagen (18) – (auch) sie sind die Gesichter der Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG. Genauer gesagt: neue Gesichter bei dem traditionsreichen Mönchengladbacher Unternehmen. Alle drei befinden sich im ersten Ausbildungsjahr, und so unterschiedlich ihre Aufgabenbereiche bei Monforts sind, so verschieden waren auch die Wege, wie sie zu dem Textilmaschinenhersteller gefunden haben. Eins haben jedoch alle gemein: Alle drei sind dankbar und froh, ihre berufliche Ausbildung bei Monforts absolvieren zu können.

 

Bestes Beispiel ist vielleicht Frauke Nordheim: Nach einigen Praktika bei verschiedenen Firmen und der Erkenntnis, dass das Studium der Skandinavistik und Germanistik nicht ihren Vorstellungen entsprach, verschickte sie im Zeitraum zwischen September 2017 und Mai 2018 insgesamt satte 180 Bewerbungen für eine Ausbildungsstelle als Bürokauffrau – alle ohne Erfolg. „Überhaupt habe ich nur von rund 30 Prozent der angeschriebenen Unternehmen eine Antwort erhalten“, erzählt die 23-Jährige. „Ich war schon total verzweifelt und wollte mich um einen Job als Kassiererin bei einem Discounter bewerben, da kam die Zusage von Monforts“, freut sich die die Mönchengladbacherin. Und hier hätte sie es eigener Aussage nach nicht besser antreffen können: „Schon die Bewerbungsgespräche verliefen in einer angenehmen und total lockeren Atmosphäre, das kannte ich in dieser Form gar nicht.“ Dank ihrer Unterlagen und noch mehr des persönlichen Eindrucks, den sie bei Monforts hinterließ, bekam sie schnell die Zusage für ihre Wunschausbildung als Bürokauffrau.

 

„Das Thema Ausbildung genießt in unserem
Hause einen enorm hohen Stellenwert“
Klaus A. Heinrichs

 

Auch Jana Reiners, die beim Textilmaschinenhersteller eine Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin absolviert, ist positiv überrascht vom Betriebsklima: „Man fühlt sich hier nicht wie eine Auszubildende, sondern wird von den Kollegen auf Augenhöhe behandelt – mit der entsprechenden Verantwortung. Ich kenne genug Gegenbeispiele, wo Azubis nur zum Kaffeeholen und für Botengänge eingesetzt werden.“

 

Klaus A. Heinrichs kennt diese auch, sieht diese aber vor allem als Mahnung, wie ein Unternehmen mit seinen Auszubildenden eben nicht umgehen sollte. „Das Thema Ausbildung genießt in unserem Hause einen enorm hohen Stellenwert. Wir wissen das Engagement der jungen Menschen bei uns zu schätzen, und ich glaube, umgekehrt wissen diese auch, was sie an einem verlässlichen Ausbildungsbetrieb wie Monforts haben“, sagt der langjährige Prokurist von Monforts. Das zeigt allein die Anzahl der Bewerbungen, die regelmäßig hereinkommen: Auf die Ausbildungsstelle als Industriekaufmann haben sich über 40 Interessenten beworben.

 

Die Fluktuation bei Monforts
ist außergewöhnlich gering

 

Bekommen hat die Stelle der 18-jährige Jan Schaagen. Wie dieser überzeugt hat? „Durch seine Noten, den Nachweis von Praktika und vor allem durch den persönlichen Eindruck, den er im Bewerbungsgespräch vermittelt hat“, erklärt Heinrichs. Dort zu überzeugen, fiel Jan Schaagen nicht schwer, wie er selbst sagt: „Wie Frauke eben schon beschrieben Azubis auf Augenhöhe „Ich kenne genug Beispiele, wo Auszubildende nur zum Kaffeeholen da sind“ hat, verlaufen die Gespräche und das Kennenlernen hier in einer wohltuend lockeren Atmosphäre. Ich musste keine Sekunde überlegen, als man mir die Ausbildungsstelle anbot, denn ich wusste: Hier wirst du dich wohlfühlen!“
Das gilt offensichtlich für alle Mitarbeiter bei Monforts: Die Fluktuation ist außergewöhnlich gering, viele langjährige Mitarbeiter, die ihre Ausbildung hier durchlaufen haben, sind seit Jahren, gar Jahrzehnten, für die Traditionsfirma tätig.

 

Eins der Erfolgsgeheimnisse und der Beliebtheit von Monforts ist sicherlich, dass sich das Unternehmen nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruht, sondern zukunftsgewandt denkt und dabei speziell die Mitarbeiter im Fokus hat. „Die Arbeitswelt von morgen wird sich verändern. Dem müssen und wollen wir Rechnung tragen“, betont Klaus A. Heinrichs und führt ein Beispiel aus dem eigenen Hause an. „Es wird – nicht nur für uns – immer schwieriger, qualifizierte Techniker für den Außendienst zu gewinnen, die bei unseren Kunden in aller Welt vor Ort sind und bei der Montage oder Problembehandlung unserer Maschinen helfen.“

 

Damit diese nicht mehr wie früher wochen- oder monatelang im Ausland unterwegs sind, sollen Servictechniker auch regelmäßig in der Abteilung Programmierung oder am Teleservice-Helpdesk eingesetzt werden. „Das sind ebenfalls anspruchsvolle Tätigkeiten, die großes Know-how voraussetzen“, erläutert Serviceleiter Wolfgang Stenzel. „Für unsere Außendienstler ist das die schöne Gelegenheit, für einen gewissen Zeitraum an unserem Stammsitz in Mönchengladbach zu verweilen und so beispielsweise ihre Familien länger zu sehen. Auch das fällt unter den Begriff ,Work-Life-Balance‘“, unterstreicht Stenzel. „Immer wichtiger wird bei uns außerdem das Thema Home-Office: Früher in einem Unternehmen wie dem unseren fast unmöglich, finden wir inzwischen Wege, dies für Mitarbeiter an den Arbeitsplätzen zu realisieren, wo es machbar ist“, ergänzt Heinrichs.

-jfk

 

INFO
Seit 2013 ist die A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG Mitglied der CHTC Fong’s Group, einem der größten Textilmaschinenhersteller der Welt. Sukzessive investieren die chinesischen Inhaber in den Standort: Für zwei Millionen Euro ist inzwischen das Monforts Technologiezentrum im SMS Businesspark komplett ausgebaut. Kundenschulungen, Versuche für weltweite Monforts-Kunden und Komponententests für neue Baugruppen können hier unter modernsten Bedingungen durchgeführt werden. Somit werden die Themenfelder Forschung und Entwicklung weiter von den chinesischen Shareholdern unterstützt und sichern so den Standort Mönchengladbach.

 

IM NETZ
www.monforts.de

 

BILDUNTERSCHRIFT
Nicht nur Prokurist Ulrich Geusen (stehend), der für die Ausbildung bei Monforts verantwortlich ist, ist stolz auf „seine“ Auszubildenden Jana Reiners, Jan Schagen und Frauke Nordheim.
Foto: Andreas Baum

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