Mönchengladbach. Der Wirtschaft in Mönchengladbach geht es prima: 45,8 Prozent der Betriebe beurteilen ihre Lage als „gut“, 47,2 Prozent immer noch als „befriedigend“. Das ist das Ergebnis des aktuellen IHK-Konjunkturbarometers. Als „schlecht“ empfinden die Lage lediglich 6,9 Prozent der Firmen. Für das Konjunkturbarometer haben die IHK Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein (zuständig für Mönchengladbach, Krefeld und die Kreise Viersen und Neuss) die Leitungen von 750 Unternehmen befragt, bei denen 75.000 Menschen arbeiten.

Es gibt Anzeichen, dass die gute Lage in Gladbach noch länger andauert: 15,7 Prozent erwarten eine Verbesserung, mehr als drei Viertel der Firmen (78,6 Prozent) gehen von einer Fortsetzung der Geschäfte auf dem aktuellen hohen Niveau aus. Pessimistisch äußerten sich in der Vitusstadt lediglich 5,7 Prozent der befragten Firmen.

Das dürfte auch positive Folgen für den Arbeitsmarkt haben: Jedes fünfte in Gladbach befragte Unternehmen will weitere Mitarbeiter einstellen. Lediglich acht Prozent planen einen Stellenabbau. Jedes vierte Unternehmen will im laufenden Jahr mehr investieren. 8,5 Prozent wollen ihre Ausgaben hingegen zurückfahren. Wermutstropfen: Immer mehr Firmen bekommen den Fachkräftemangel zu spüren. Mittlerweile klagen vier von fünf Bauunternehmen über Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen.

Besonders gut geht es den Mönchengladbacher Dienstleistern. In dieser Branche erwarten 26,7 Prozent der Betriebe bessere Geschäfte. Nur halb so viele (13,3 Prozent) sind pessimistisch. „Wenn 2018 nichts Unvorhergesehenes passiert, speziell auf internationaler Ebene, wird sich diese Entwicklung fortschreiben“, sagte Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, jetzt bei der Vorstellung der Zahlen in Krefeld. Natürlich werde es jedoch nicht ewig so weiter gehen, ergänzte er.

Gespannt schaut die IHK auf die Politik der neuen Großen Koalition. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, regt Steuersenkungen und stärkere Investitionen in Schlüsselbereiche wie Bildung und Digitalisierung an, statt neuer Belastungen für Arbeitnehmer unter Unternehmen. Es gehe darum, in Zeiten der Hochkonjunktur vorzusorgen: Steinmetz: „Der nächste Abschwung kommt bestimmt. Und dann muss die Wirtschaft krisenfest sein“.

– jps

Bildunterschrift: Jürgen Steinmetz (Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, links) und Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, stellten den Konjunkturbericht für die Region vor.

Foto: IHK

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