Mönchengladbach. Wer Ernst Kreuder in diesen Tagen begegnet, der trifft einen gut gelaunten Unternehmer mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Das liegt auch an dessen Stippvisite an der französischen Riviera Mitte März. Dort war Kreuder aber nicht für einen Kurzurlaub, sondern um einer Veranstaltung mit großer symbolischer Bedeutung beizuwohnen. Im Rahmen der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes wurde der neue Projektname für das Areal City-Ost bekannt gegeben: „Seestadt mg+“. Herzstück der Pläne der Catella Projekt Management GmbH, die in das geplante urbane Quartier am Hauptbahnhof eine halbe Milliarde Euro investieren will, ist ein künstlich angelegter See, der seit den ersten Planungen eine wichtige Rolle für dieses Areal spielt.

 

Das Kürzel „mg+“ ist die logische Weiterentwicklung des Masterplan-Gedankens, und hier kommt Ernst Kreuder ins Spiel. Zusammen mit seinen Mitstreitern des Vereins „MG 3.0“ hat er als Vorsitzender zusammen mit Fritz Otten, ebenfalls Vorsitzender des Vereins, den Weg für das „neue Gladbach“ und die schon jetzt handfesten Projekte geebnet.

 

Die Lage, die Größe und das Investitionsvolumen der „Seestadt mg+“ sind der vorläufige Höhepunkt des Masterplans, und deshalb ließ es sich Ernst Kreuder auch nicht nehmen, bei der offiziellen Vorstellung in Cannes dabei zu sein. „Ich hätte nicht zu träumen gewagt, dass aus unserer Initiative MG3.0 einmal eine derartige Bewegung werden würde“, sagt Kreuder im Gespräch mit dem Wirtschaftsstandort. „Das hat viel mit den handelnden Personen an entscheidenden Positionen in Politik und Verwaltung zu tun, aber auch mit den Unternehmen und Unternehmern der Stadt und vor allem den Bürgern Mönchengladbachs.“

 

„Ich hätte nicht zu träumen gewagt, dass aus unserer
Initiative MG3.0 einmal eine derartige Bewegung werden würde“
Ernst Kreuder

 

Dass die konjunkturelle Lage nicht nur in Mönchengladbach, sondern in der Region und darüber hinaus derzeit sehr gut ist, bekommt Ernst Kreuder auch als Geschäftsführer seiner Bauunternehmung zu spüren. Die Auftragslage ist sehr gut, Firmen und Privatleute wollen – auch aufgrund der immer noch attraktiven Finanzierungsmodelle – in Steine investieren. So ist die Ernst Kreuder GmbH & Co. KG, die ihren unternehmerischen Fokus nicht nur auf die Vitusstadt richtet, aktuell unter anderem mit der Planung und Errichtung des Verwaltungsneubaus des Rheindahlener Schmierstoff-Spezialisten Rhenus Lub sowie dem Bau eines neuen Zählerzentrallagers von Energieversorger NEW an der Voltastraße beauftragt und erweitert das Verwaltunggebäude der GEM zur Integration der mags. „Für uns ist es natürlich sehr erfreulich, zur Abwechslung sehr viel in unser Heimatstadt bauen zu dürfen“, betont Ernst Kreuder.

 

 

Parallel dazu wird Mönchengladbach zunehmend für Investoren aus dem In- und Ausland sowie großen Bauträgern interessant – für Ernst Kreuder Segen und Aufgabe zugleich. „Es ist toll, dass unsere Stadt jetzt überregionales Interesse auf sich zieht. Wir alle, speziell die Mitarbeiter der Verwaltung, müssen nun aber mit der gestiegenen Nachfrage wachsen und die Rahmenbedingungen schaffen, damit in Mönchengladbach auch größere Bauprojekte zügig und professionell begleitet werden.“ Sein eigenes Bauunternehmen hat der Inhaber schon jetzt fit für die Zukunft gemacht: mehr Büroflächen, moderne Arbeitsplätze, mehr qualifizierte Fachkräfte: Die Ernst Kreuder GmbH wächst stetig und gesund. Immer größeren Raum nimmt beim Wickrather Unternehmen die Verwendung der Building Information Modeling-Software, kurz BIM, ein. „Gebäudedaten werden mit Hilfe von BIM digital erfasst, verarbeitet und vernetzt. So lassen sich mit BIM Gebäude entwerfen, modellieren, optimieren und simulieren, von der Planungsphase über die Ausführung. Das alles passiert in nur einem 3D-Modell, an dem alle Beteiligten gemeinsam arbeiten“, erläutert der Geschäftsführer.

 

Um die Zukunft der Stadt ist Ernst Kreuder nicht bange: „Die Mission unseres Vereins, der Stadt Mönchengladbach einen städtebaulichen Masterplan zu schenken und diesen Plan Wirklichkeit werden zu lassen, ist erfüllt“, sagt Kreuder, betont aber: „Das Ende unserer Masterplan-Mission bedeutet jedoch nicht das Ende des Vereins. Wir werden das erfolgreiche Modell aus großer Zielsetzung, bürgerlichem Engagement, fachkompetenter Begleitung und konsequenter Öffentlichkeitsbeteiligung auf ein neues Themenfeld übertragen: auf die Entwicklung Mönchengladbachs zu einer Smart City.“ Mehr dazu wolle der Verein in Kürze verraten, schließt Ernst Kreuder – mit einem Lächeln.

-jfk

 

IM NETZ
www.ernst-kreuder-bau.de

 

BILDUNTERSCHRIFT (oben)
Ernst Kreuder (3. v. r.) mit seinem Team: „Es ist toll, dass unsere Stadt jetzt überregionales Interesse auf sich zieht.“
Fotos: Andreas Baum

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