Nettetal. Die Abrissarbeiten am Lobbericher Kino schreiten voran, in wenigen Wochen wird vom einstigen „Astra“ und „Movie“ nichts mehr zu sehen sein. Nachdem der Kino-Betrieb im Jahr 2007 eingestellt und die Räumlichkeiten im Anschluss daran für einige Zeit von einem Fahrradhändler genutzt wurden, werden nun immer deutlichere Fortschritte zu erkennen sein. Zur Präsentation der Baupläne trafen sich in der vergangenen Woche Investor und Projektentwickler Rob Olymulder sowie Bürgermeister Christian Wagner, die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche und Stadtplaner Markus Grühn im Nettetaler Rathaus.

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Markus Grühn (Stadtplanung), Investor und Projektentwickler Rob Olymulder und Bürgermeister Christian Wagner (von links). Foto: Stadt Nettetal

Entstehen wird an gleicher Stelle sowie auf dem Grundstück der Bongartzstiftung ein Geschäftsgebäudekomplex, der insgesamt vier Ladenlokale beherbergen wird. Optisch wird sich das neue Gebäude an die Umgebung anpassen. Investor Rob Olymulder liegt eine attraktive Fassadengestaltung ebenso am Herzen wie der Nettetaler Stadtverwaltung und dem Lobbericher Einzelhandel. So wird die Fassade mit Backsteinen gestaltet, zudem wird sich die Verkleidung des Gebäudes an der des Kaufland-Komplexes orientieren. Hinzu kommt ein sieben Meter hohes Fenster als besonderer Blickfang. Olymulder ist sich sicher, dass sich das neue Gebäude sowohl von der Ludbach-Passage als auch der Von-Bocholtz-Straße kommend mit dem Brunnenplatz sehr gut einfügen und ansprechend wirken wird. Kunden, die zukünftig mit dem Rad anreisen, dürfen sich zudem auf eine eigene Fahrrad-Abstellanlage freuen.

Bürgermeister Christian Wagner und die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche zeigten sich zuversichtlich, dass der voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 fertiggestellte Komplex als „Brücke“ zwischen Ludbach-Passage und Innenstadt beziehungsweise Fußgängerzone dienen und dem dort teilweise vorherrschenden Leerstand entgegenwirken wird. Der Leerstand in der Fußgängerzone sei jedoch kein ureigenes Lobbericher Problem. „Bundesweit sieht es in den Innenstädten ähnlich aus“, erklärte der deutschlandweit tätige Olymulder.

Zwei der vier Geschäftseinheiten des zukünftigen Gebäudes sind bereits jetzt vermietet. Zum einen wird eine Bekleidungsfirma, zum anderen ein Sonderpostengeschäft ansiedeln. Zwei weitere Mieter sollen schon bald benannt werden. Christian Wagner sieht den Innenstadtbereich auf einem guten Weg: „Wir haben ein Einzugsgebiet von 60.000 bis 70.000 Menschen. Unser Konzept, Geschäfte nicht am Rande einer Stadt, sondern im Zentrum anzusiedeln, trägt Früchte.“ Mit dem Neubau des Geschäftskomplexes soll der Innenstadtbereich nun noch attraktiver gestaltet werden.