Mönchengladbach. In Genhodder wurde vom Anbieter Deutsche Glasfaser über ein Förderprogramm bislang eine Ortshälfte mit Glasfaser versorgt. Zum Jahresstart 2023 folgt nun der Rest. Auch für weitere Honschaften, Dörfer und Randlagen startet im Januar eine Vermarktung zum Ausbau.

In den vergangenen Jahren haben viele ländliche Bereiche im Westen Mönchengladbachs Glasfaseranschlüsse erhalten. Für die übriggebliebenen Dörfer und Honschaften gibt es zum Jahresstart nun auch eine Perspektive. Zum einen wird der Anbieter Deutsche Glasfaser die zweite Dorfhälfte von Genhodder zeitnah ans Glasfasernetz anschließen, zum anderen haben weitere Honschaften und Dörfer im Westen die Chance auf einen Anschluss. In Kothausen, Koch, Gatzweiler, Woof, Bau, Genhausen, Knoor, Merreter und Teilen des Hardter Walds entscheidet sich in den nächsten Wochen, ob ein Ausbau kommt.

„Aufgrund der geringen Größe der Ortslagen sind Einzelprojekte grundsätzlich unwirtschaftlich. Mit der Zusammenfassung der Gebiete ist es uns gelungen, ein ausreichendes Grundvolumen zu definieren und mit dem Anbieter eine Ausbauperspektive zu erarbeiten“, sagt Benjamin Schmidt, städtischer Gigabitkoordinator. Für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau in den Gebieten müssen sich 228 Haushalte für einen Anschluss entscheiden. Damit die Bürgerinnen und Bürger das Glasfasernetz und seine Möglichkeiten kennenlernen können, werden alle betroffenen Haushalte Ende Januar zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Ferner werden die Anwohnerinnen und Anwohner postalisch informiert und können persönliche Beratungstermine vereinbaren.

In Kothausen, Koch, Gatzweiler, Woof, Bau, Genhausen, Knoor, Merreter und Teilen des Hardter Walds könnten bei ausreichender Nachfrage schon bald Glasfaserleitungen gelegt werden. Auch die noch fehlende Ortshälfte von Genhodder wird an das schnelle Netz angeschlossen.

Glasfaseranschlüsse ermöglichen Bandbreiten von 1.000 Mbit/s sowohl im Down- als auch im Upload und können bei steigenden Anforderungen perspektivisch sogar noch mehr leisten. Darüber hinaus gibt es keine Schwankungen durch lange Leitungswege oder hohe Netzauslastung und die Reaktionszeiten sind ultrakurz. Aufgrund der Datenübertragung durch Lichtsignale sind Glasfasernetze ferner deutlich energieeffizienter. Weitere Informationen zu den Vorteilen von Glasfaserinternet werden auch auf der Informations-Website www.gigabitcity.mg veranschaulicht.

Beim reinen Glasfaserausbau erfolgt die Glasfaserverlegung bis in die Gebäude. Zudem erfahren Immobilien mit Glasfaseranschlüssen laut des Verbands „Haus und Grund“ eine signifikante Wertsteigerung. Bei Beauftragung eines entsprechenden Endkundentarifs im Projektzeitraum erfolgt die gesamte Verlegung auf Kosten des Anbieters Deutsche Glasfaser. Mehr Inhalte zum Glasfaserausbau in Mönchengladbach stehen ferner unter www.gigabitcity.mg zur Verfügung.


Gigabit-Strategie der Stadt Mönchengladbach

Der reine Glasfaserausbau ist das Ziel der städtischen Gigabit-Strategie, die vom Stadtrat im März 2020 beschlossen wurde und die auf die Städtische Gesamtstrategie einzahlt. Darin werden aktuelle Versorgungslagen, Ausbauprojekte und strategische Handlungsfelder beschrieben. Das Dokument steht unter folgendem Link als Download zur Verfügung: https://www.wfmg.de/fuer-gladbach/digitale-infrastruktur/

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Wieder ein Schritt zur Gigabit City MG. Über die Vereinbarung zum Glasfaserausbau im Westen der Stadt freuen sich (v.l.) Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Serpil Durmaz, Projektmanagerin Fiber to the Home bei Deutsche Glasfaser, und Benjamin Schmidt, Gigabitkoordinator der Stadt Mönchengladbach (WFMG).

Fotos: Stadt MG