Mönchengladbach. Von einem „hervorragendem Geschäftsergebnis“ beziehungsweise einem „exzellenten Jahr“ sprachen Horst Peter Vennen und Dr. Ulrich Schückhaus anlässlich der Präsentation des Geschäftsjahrs 2019 der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG). Ein Blick auf die nackten Zahlen bestätigt das Fazit des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorsitzenden der EWMG-Geschäftsführung: Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 mit 16,9 Millionen Euro deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (2018: 11,5).

 

„2019 war ein Ausnahmejahr“, betonte Schückhaus und verwies auf den Verkauf von größeren Gewerbeflächen sowie auf die Vermarktung der Grundstücke an derThomas-Merkelbach-Straße. Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung haben beschlossen, den Jahresüberschuss 2019 in Höhe von 880.000 Euro im Unternehmen zu belassen, um mehr Liquidität für große Bauprojekte zu haben; eines davon ist der Rheydter Bahnhof, wo die EWMG als Investor auftritt und rund 12 Millionen Euro in einen Neubau mit der Polizei als Hauptmieter stecken will.

 

Zukunftsprojekte Rheydter Bahnhof und Sporthotel im Nordpark

 

Neben dem Rheydter Bahnhof sei der Bau des Sporthotels am SparkassenPark „ein weiteres Zukunftsprojekt, das Mut macht“, so Horst Peter Vennen, der in diesem Jahr nach zehnjähriger Tätigtkeit das Amt als EWMG-Aufsichtsratsvorsitzender abgeben wird. In enger Abstimmung mit dem Deutschen Hockey-Bund (DHB) entsteht vis á vis zum modernen Hockeystadion ein „Boarding House“ mit 60 Zimmern, das dem Verband als neues nationales Hockey-Leistungszentrum dienen soll. Mit dem DHB wurde eine Belegungsvereinbarung über 5 000 Übernachtungen pro Jahr getroffen. Damit sich der Bau für den potenziellen Betreiber (der noch gesucht wird) rechnet, sollen auswärtige Fans von Borussia Mönchengladbach und Geschäftspartner von den im Nordpark angesiedelten Firmen für höhere Auslastung sorgen. Baubeginn soll im zweiten Quartal 2021 ein, Fertigstellung ein Jahr später. Fünf Architekturbüros aus ganz Deutschland waren mit ihren Projektideen in die engere Auswahl gekommen, durchgesetzt haben sich „Otten Architekten“ aus Mönchengladbach. Auflage für alle war eine nachhaltige Bauweise, Otten punktete mit seinem Holzmodul-Konzept. Das gesamte Vorhaben wird vom Land NRW mit rund 10,5 Millionen Euro gefördert.

 

Natürlich macht Corona auch der EWMG in diesem Jahr zu schaffen, wenn auch (noch) nicht mit dramatischen Auswirkungen. Erlöse aus Vermietung und Verpachtung werden sinken, „allerdings sind diese fehlenden Einnahmen zunächst einmal gestundet und nicht völlig abgeschrieben“, wie Schückhaus betont. 2019 brachte dieses Geschäftsfeld einen Umsatz von 4,9 Millionen Euro.

 

Viel wichtiger allerdings sei, dass die geplanten Großprojekte in Mönchengladbach – Seestadt mg+, Maria-Hilf-Terrassen, REME-Gelände – durch Corona nicht gefährdet sind, wie Planungsdezernent Dr. Gregor Bonin, neben Schückhaus auch EWMG-Geschäftsführer, betonte. „Das haben unsere Gespräche mit den jeweiligen Investoren bestätigt.“ Mönchengladbach profitiere hier von seiner langfristig angelegten Stadtentwicklungsstrategie „mg+ Wachsende Stadt“. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg“, so Bonin.

 

Im Schatten der Großprojekte werden in Mönchengladbach in den kommenden Jahre weitere kleine Wohnobjekte entstehen, beispielsweise an der Hansastraße in Bettrath (125 Wohneinheiten in Reihen-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern auf insgesamt 28 000 Quadratmetern), an der Thomas-Merkelbach-Straße in Rheindahlen (22 Einfamilien- und Doppelhäuser auf insgesamt 16 300 Quadratmetern), am Schwester-Gisela-Weg in Neuwerk (elf Einfamilien- und zwei Mehrfamilienhäuser auf knapp 8 000 Quadratmetern) und an der Winkelner Straße in Hardt (rund 30 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern auf insgesamt 4 100 Quadratmetern).

-jfk

 

FAKTEN
Wie viel in Mönchengladbach trotz Corona passiert, zeigt eine interaktive GIS-Webanwendung, die ab sofort auf der städtischen Website unter www.stadt.mg/stadt-im-wandel und auf der EWMG-Website abrufbar ist und ständigaktualisiert wird. Hier können sich Interessierte über laufende und anstehende Bauprojekte in ihrer Stadt informieren.

 

Bildunterschrift: Die EWMG-Spitze (v.l.): Baudezernent Dr. Gregor Bonin, der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Horst Peter Vennen und Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus.

Foto: EWMG