Tönisvorst. Jahrelang wurden kaum neue Projekte auf dem rund 32 Hektar großen Areal „Höhenhöfe“ realisiert. Im Jahre 2019 wurden nun zwei Projekte auf rund 6.000 Quadratmetern fertiggestellt. Die größte Ansiedlung in den vergangenen drei Jahren war der repräsentative Neubau von „Fleur Ami / Tingo Living“ auf rund 16.000 Quadratmetern an der Ecke Düsseldorfer Straße/Südring.

 

Jetzt kommt allerdings neuer Schwung in die Vermarktung des planungsrechtlich anspruchsvollen Areals: Im gemeinsamen Schulterschluss initiieren die Wirtschaftsförderung der Stadt Tönisvorst und die Immobilienmanagement-Gesellschaft GPEP, Verwalter eines Großteils (rund 23 von den insgesamt 32 Hektar Grundstücksfläche) des Gesamtareals, eine Charme- und Info-Offensive bezüglich der Höhenhöfe. Das Areal werde unterschätzt, die Hürden zur Bebauung seien keineswegs unüberwindbar, betont Benjamin Schumacher, verantwortlicher Asset Manager von GPEP. „Natürlich wissen wir unter anderem um die Problematik der Wasserschutzzone. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass wir zusammen mit der Wirtschaftsförderung und den Pachtinteressenten vielversprechende Nutzungskonzepte ausarbeiten werden.“

 

Die GPEP ist seit 2017 vom Eigentümer des Areals damit beauftragt, den Höhenhöfen neues Leben einzuhauchen. In Kooperation mit der städtischen Wirtschaftsförderung kommt nun Bewegung in die Sache. „Einige Flächen sind reserviert, und es gibt bereits drei Projekte, die wir konkret in der Pipeline haben und die sehr vielversprechend aussehen“, sagt Markus Hergett, Wirtschaftsförderer der Stadt Tönisvorst. „Allein das zeigt, dass auf dem Areal – allen Unkenrufen zum Trotz – etwas geht!“

 

Damit man den Hintergrund der aktuellen Planungslage besser versteht, erläutert Schumacher (links): „Die etablierten Einzelhandelsbetriebe an den Höhenhöfen genießen Bestandsschutz. Um den attraktiven Ortskern zu halten und Leerstände zu vermeiden, wurde das genehmigungsfähige Sortiment für die Höhenhöfe stark eingeschränkt. Gesehen auf alle brachliegenden Grundstücke ist der Nutzungszweck Einzelhandel für ein Drittel der Flächen relevant, was rund 40.000 Quadratmeter ausmacht.“ Schumacher hebt jedoch hervor: „Wir können uns für die übrigen rund 80.000 Quadratmeter unter anderem die Ansiedlung von Technologieunternehmen, großen Handwerksunternehmen und Großhandel vorstellen.“ Natürlich müsse man zunächst klären, ob sich die Anforderungen der potenziellen Pächter mit den planungsrechtlichen Vorgaben decken, „doch wir sind davon überzeugt, dass die Höhenhöfe Potenzial haben“.

 

„Auf dem Areal geht etwas!“
Wirtschaftsförderer Markus Hergett

 

Alles, was das Unternehmerherz begehrt, sei nämlich da: Ein hochleistungsfähiger Glasfaser-Anschluss mit Gigabit-Geschwindigkeit, eine optimale Verkehrsanbindung und nicht zuletzt die volle Unterstützung von Wirtschaftsförderung und Grundstückverwalter bei der Umsetzung der Wünsche von Interessenten. „Vor allem der erfolgreiche Vollausbau des Gewerbegebiets durch die Deutsche Glasfaser Business mit Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, unterstreicht Hergett. „Leider hat sich in den vergangenen Jahren bei potenziellen Kunden die Meinung manifestiert, dass aufgrund der planungsrechtlichen Vorgaben eine Ansiedlung dort nur schwerlich möglich sei. Mit diesen Vorurteilen wollen wir aufräumen“, unterstreicht Schumacher.

 

Das Unternehmen Samco-Autotechnik hat 2014 im Gewerbegebiet Höhenhöfe auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern eine große Lagerhalle und ein zweistöckiges Bürogebäude errichtet. Seinem Beispiel sollen nun weitere Firmen folgen. Foto: Stadt Tönisvorst / Andreas Baum

 

„Für das Areal Höhenhöfe gelten aktuell zwei Bebauungspläne. Für den nördlichen Teil, in welchem auch das Fachmarktzentrum mit dem SB-Warenhaus real und die brachliegende Baumarktfläche liegt, gilt der BPlan Tö-23l“ erklärt Markus Hergett (Foto links). Für die Vitalisierung der aktuell in diesem Bereich als Sondergebiet für Einzelhandel ausgewiesenen Grundstücksflächen sei die Änderung des Bebauungsplans für die vakanten Grundstücke (40.000 Quadratmeter) in Industrie- oder Gewerbefläche nicht ausgeschlossen. Dadurch würden GPEP bei der Vermarktung noch mehr Optionen ermöglicht. Der immer noch geltende Bebauungsplan „Tö-23“ aus dem Jahr 1974 sieht große Verkaufsflächen vor, die etwa auf einen Baumarkt zugeschnitten waren.

 

„Wir sind davon überzeugt, dass die Höhenhöfe Potenzial haben“
Benjamin Schumacher (GPEP)

 

Grundsätzlich sei man in guten Gesprächen mit Verwaltung und Politik in Tönisvorst, sagt Schumacher. Wirtschaftsförderer Markus Hergett (Foto links) pflichtet ihm bei: „Zusammen mit GPEP haben wir eine gute und schlagkräftige Zusammenarbeit etabliert; wir arbeiten vertrauensvoll und mittlerweile erprobt erfolgreich zusammen. Das Gewerbegebiet Höhenhöfe hat auch aus unserer Sicht enormes Potenzial, das mit viel Engagement gemeinsam vorangetrieben wird.“

 

„Um eine Ansiedlung für Interessenten an den Höhenhöfen deutlich attraktiver zu gestalten, lässt sich das erfolgreiche Modell der Erbbaurechtsvergabe mit einer Kaufoption nach zehn Jahren kombinieren“ erklärt Schumacher. „Damit hat der Pächter zu Beginn des Vertragsverhältnisses eine geringere finanzielle Belastung und verfügt somit über mehr Kapital u.a. für das zu errichtende Objekt.“ GPEP-Inhaber und Geschäftsführer Herwart W. Reip ist sich sicher: „Das vorherrschende Erscheinungsbild an den Höhenhöfen wird sich mittelfristig positiv verändern.“

-jfk

 

 

Bildunterschrift Aufmacherfoto: Noch genügend Gewerbefl ächen stehen auf dem Areal der Höhenhöfe zur Verfügung. Die Stadt Tönisvorst und Grundstücksverwalter GPEP sehen hier großes Potenzial.
Foto: Stadt Tönisvorst / Andreas Baum

 

 

INFO
Die GPEP GmbH (global property executive partners) ist spezialisiert auf das Portfolio, Asset & Property Management von Fachmärkten und Fachmarktzentren in Deutschland. Ankermieter der Objekte sind meist etablierte Lebensmittelhändler. Für institutionelle und private Investoren sowie Family Offices bietet die unabhängige und inhabergeführte Immobilienmanagementgesellschaft mit ihrem Team von 45 Experten die gesamte Wertschöpfungskette an. Dazu gehören Ankaufsprüfung, Businessplan, Ankauf, Verwaltung, Restrukturierung sowie eine kontinuierliche Bestandsoptimierung einschließlich Verkauf. Seit Gründung im Jahr 2015 hat GPEP ein Portfolio mit einem Volumen von rund 1 Milliarde Euro aufgebaut. Seit 2017 vermarktet GPEP in Tönisvorst rund 23 Hektar Grundstücksfläche, die sich zwischen Südring, Düsseldorfer Straße und Vorster Straße verteilen.

 

IM NETZ
www.g-pep.com
www.Toenisvorst.de

 

KONTAKT
Stadt Tönisvorst, Markus Hergett:
Markus.Hergett@toenisvorst.de

GPEP GmbH, Benjamin Schumacher:
b.schumacher@g-pep.com