Barcelona / Mönchengladbach. Es ist die Leistungsschau der internationalen Textilmaschinen-Branche: Nur alle vier Jahre findet die ITMA (Internationale Textil-Maschinen-Ausstellung) statt, jetzt ging die jüngste Auflage in Barcelona zu Ende. Mit dabei waren auch einige Aussteller aus Mönchengladbach, die die Messe nutzten, um ihre neuesten technischen Errungenschaften dem Fachpublikum zu präsentieren. Beispielsweise die A. Monforts Textilmaschinen GmbH, die zwar inzwischen zur chinesischen Fong`s-Gruppe gehört, „das Herz des Unternehmens schlägt aber nach wie vor an unserem Stammsitz an der Blumenberger Straße“, betont Prokurist Klaus A. Heinrichs.

 

Monforts demonstrierte in Barcelona vor allem seine Weiterentwicklungen im digitalen Bereich, beispielsweise die weltweit erste Montex-Spannrahmen-Anlage mit Selbstreinigungsfunktion. „Rund 13 Prozent Energieersparnis sind dadurch möglich“, erläutert Heinrichs. Der Renner auf dem Monforts-Stand war aber die neue Garnfärbungs-Technik des Gladbachers Unternehmens, mit der erstmals das Färben von Denim-Kurzpartien möglich ist.

 

Mit rund 1.400 Quadratmetern hatte derweil die Firma Trützschler den größten Stand der gesamten Messe belegt. „Wir wollen so auch zeigen, dass wir der Platzhirsch sind“, schmunzelt Marketing-Chef Hermann Selker. Genau wie bei den Kollegen von Monfroits dreht sich auch beim Rheydter Unternehmen Trützschler vieles um das Thema Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI). Auf der ITMA präsentierte der Textilmaschinenhersteller seine moderne Sensortechnologie und digitale Vernetzung, wodurch er ein neues Kapitel in der Kardiertechnologie aufschlägt. Die Stimmung und das damit verbundene Interesse an Investitionen in neue Techniken sei bei den Kunden „besser als erwartet“, wie Selker sagt. Gut für Firmen wie Trützschler, die anderthalb Jahre an Vorbereitung für die ITMA 2019 investiert haben, um hier ihre neuesten Produkte zu zeigen.

 

Während Trützschler und auch Monforts zu den Weltmarktführern in der Textilbranche gehören, präsentierten sich auch eine ganze Reihe weiterer interessanter Unternehmen aus Mönchengladbach in Katalonien. Die Traditionsfirma „Reiners + Fürst“ feiert 2020 sein 75-jähriges Bestehen und nahm bereits zum 23. Mal an der ITMA teil. „Wir haben vor allem qualitätsorientierte Unternehmen als potenzielle Kunden im Fokus“, erklärt Geschäftsführer Benjamin Reiners. Reiners + Fürst hat sich auf die Herstellung von hochwertigen Ringläufern und Spinnringen für die Textilindustrie spezialisiert.

 

Auf eine 70-jährige Historie kann „Textechno“, das seinen Firmensitz am Dohrweg hat, blicken. Textechno versteht sich als Partner in der Qualitätssicherung von Textilunternehmen. Prüfgeräte von Textechno bilden die Basis einer effizienten Produktionskontrolle in der Textil- und Chemiefaserindustrie und liefern wichtige Impulse in Forschung und Entwicklung. Mit einem eigenen Messestand waren auch die Firma „Jagenberg“ und die Hochschule Niederrhein auf der ITMA vertreten. Seit Anfang 2018 ist sie mit dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik unter Leitung von Professor Lutz Vossebein staatlich anerkannte Prüfstelle für das Textilwesen,die Industrieerzeugnisse prüft und zertifiziert. In Barcelona gab die Hochschule einen Einblick in ihr Portfolio.

-jfk

 

Bildunterschrift: Geballte „Gladbach-Power“ auf der ITMA in Barcelona (v. l.): Pascal Hermanns (WFMG), Dr. Stefan Fliescher (Textechno), Klaus A. Heinrichs (Monforts) Benjamin Reiners (Reiners + Fürst), Professor Lutz Vossebein (Hochschule Niederrhein), Ralf Cöntges (Jagenberg), David Bongartz (WFMG) und Michael van den Dolder (Trützschler).
Foto: jfk

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