Mönchengladbach. Die Ansammlung von Apps auf dem Bildschirm eines Smartphones kann bisweilen unübersichtlich werden. Eine wichtige sollten sich Gewerbe- und Industrieunternehmen künftig prominent hinterlegen – zumindest, wenn sie Kunde des Mönchengladbacher Entsorgungsunternehmen Drekopf sind oder es in Zukunft sein wollen. Drekopf testet derzeit ein neues digitales Angebot, das im Gewand einer App gestaltet ist und künftig Bestellprozesse und den Kontakt zum Entsorger vereinfachen soll. „Unser neues Tool ist vorläufig ausschließlich für unsere gewerblichen Kunden gedacht, mit dem wir eine neue digitale Verbindung zwischen uns und dem Kunden schaffen“, erläutert Drekopf-Geschäftsführer Thomas Haubrichs.

Und so funktioniert’s: Der angemeldete Kunde erhält eine Übersicht über die verschiedenen Entsorgungsbehälter und kann via App anmelden, wann welcher Behälter beim eigenen Betrieb geleert werden soll. „So hat der Kunde rund um die Uhr die Möglichkeit, seine Bestellung aufzugeben und er wird innerhalb der vereinbarten Reaktionszeiten bedient“, betont Haubrichs. Zur besseren Orientierung auf größeren Firmengeländen können Kunden in der App außerdem Fotos mit dem Standort der entsprechenden Entsorgungsbehälter hochladen. „Viele unserer Firmenkunden haben ein großes und bisweilen unübersichtliches Areal. Anhand dieser Fotos und idealerweise einer genauen Beschreibung des Standorts – etwa die Nummer einer Produktionshalle – finden wir schnell die gewünschte Tonne, die geleert werden soll. Diese digitale Abstimmung vermindert Fehlerquellen und vereinfacht das gesamte Bestellprozedere“, sagt Konstantinos Tsaoussidis. Der Vertriebsmitarbeiter im Außendienst ist seit anderthalb Jahren bei Drekopf beschäftigt „und sehr technik-affin“, wie er lächelnd zugibt. Bei der Entwicklung der App war er deswegen stark involviert.

Betatest-Phase verläuft reibungslos

Er und Geschäftsführer Haubrichs freuen sich über den aktuellen Status Quo: „Wir haben Anfang November die Betatest-Phase bei ausgewählten Kunden gestartet und sind bislang sehr zufrieden. Wir bekommen fast ausschließlich positives Feedback“, unterstreicht Haubrichs. Jeder Kunde, der die Bestell-App von Drekopf nutzen will, bekommt eine persönliche Einführung in die Technik. „Allerdings ist diese so selbsterklärend, dass wir oft gar nicht gebraucht werden“, lacht der Geschäftsführer. „Jeder ist es heutzutage gewohnt, online oder in Apps zu bestellen und einzukaufen – nicht anders funktioniert unsere App.“ Für jeden Kunden ist in der App für persönliche Fragen außerdem die Telefonnummer des zuständigen Sachbearbeiters hinterlegt.

 

„Die digitale Abstimmung vermindert Fehlerquellen und vereinfacht das Bestellprozedere“
Drekopf-Vertriebsmitarbeiter Konstantinos Tsaoussidis

In Mönchengladbach ist Drekopf für rund 5.000 Gewerbekunden der Dienstleister in Sachen Entsorgung, bundesweit sind es etwa 20.000. Das Mönchengladbacher Familienunternehmen ist inzwischen an 17 Standorten in ganz Deutschland vertreten. Eine der ersten, die die Drekopf-App getestet und für gut befunden haben, war zum Beispiel die PAUL WOLFF GmbH mit Sitz an der Monschauer Straße. Das Unternehmen produziert moderne Müllbox-Systeme und nutzt dafür seit längerem die Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet. „Unser Ziel ist, im Laufe des ersten Quartals 2020 alle `Kinderkrankheiten´ unserer App auszumerzen und das Produkt dann großflächig in den Markt zu bringen“, erklärt Geschäftsführer Thomas Haubrichs.

Ziel: das digitalisierte Führerhaus

Die eigene App ist für Drekopf ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einem digitalisierten Unternehmen: Parallel arbeitet der Entsorger an der Weiterentwicklung des „digitalen Führerhauses“ seiner Fuhrpark-Flotte. Höhere Effizienz bei der Routenberechnung und das Einsparen von Kraftstoff durch eine angepasste Fahrweise sind nur zwei der Aspekte, die dabei eine Rolle spielen. Auch bei der App sind die technischen Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft: „Langfristig können wir uns vorstellen, diese auch unseren Privatkunden zur Verfügung zu stellen. Bis dahin konzentrieren wir uns auf das Gewerbekundengeschäft“, sagt Thomas Haubrichs.

-jfk

 

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„In Zukunft app-solut einfach die Tonne leeren“ ist ein Beitrag 
aus der aktuellen Ausgabe des Magazins Wirtschaftsstandort Mönchengladbach
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