Immer mehr Städte und Kommunen bauen ihr öffentliches WLAN-Netzwerk aus. Der kostenlose Zugang ins Internet ist seit einigen Monaten auch in Mönchengladbach und Rheydt möglich. In Zeiten zunehmender Digitalisierung ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch muss sich jeder Nutzer des öffentlichen WLAN bewusst machen, dass dadurch der Schutz eigener, sensibler Daten nicht grundsätzlich gegeben ist; die Gefahr, „gehackt“ zu werden, ist real!

 

Wie einfach das geht, habe ich erst vor Kurzem einem meiner Freunde demonstriert. In wenigen Augenblicken hatte ich Zugriff auf sein Online-Banking und andere private Daten – mit der entsprechenden Software ist das heutzutage für Profis ein Kinderspiel.

 

Natürlich hatte ich in diesem Fall den Zugriff mit Erlaubnis – Kriminelle fragen danach nicht! Wer öffentlich zugängliche WLANNetzwerke nutzt, sollte sich immer vor Augen führen, dass man dadurch Fremden mit entsprechendem Know-how Zugang zu seinen eigenen Daten ermöglicht.

 

Führe ich etwa online Bankgeschäfte durch, wenn ich ein öffentliches WLAN nutze, reicht es, wenn ein krimineller Hacker zur selben Zeit in der Nähe im selben Netz unterwegs ist. Mit der entsprechenden Technik kann er dann beispielsweise geheime Daten wie Banking-PINs abgreifen und Überweisungen vom fremden auf das eigene Konto veranlassen.

 

Solche Dinge können einem natürlich nicht nur passieren, wenn man sich in der Rheydter City ins WLAN einloggt, sondern auch zu Hause am heimischen Rechner. Zurzeit sehr aktiv sind Betrüger, die sich am Telefon als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben und ein angebliches Software-Problem beheben wollen. Folgt man den Anweisungen des vermeintlichen Experten am eigenen PC, hat man sich nicht selten selbst einen Virus installiert, durch den Hacker Zugriff auf dessen Inhalte bekommen.

 

Sehr beliebt ist außerdem „Social Hacking“: Betrüger nutzen bei Fake-Mails bekannte Plattformen wie etwa Amazon oder eBay und senden zum Beispiel die Nachricht: „Ihr Kauf konnte nicht abgeschlossen werden“. Öffnet man nun entsprechende Links, hat man möglicherweise Hackern den Zugriff auf den eigenen PC erlaubt.

 

Also: Auch wenn sicher viele von uns regelmäßig auf Online-Plattformen shoppen, sollte man den gesunden Menschenverstand nicht ausschalten und immer kritisch sein!
Auch beim Surfen auf unbekannten Webseiten ist Vorsicht geboten: Zertifizierte und damit sichere Internet-Seiten erkennt man immer daran, dass entweder die Adresse im Browser grün markiert oder ihr ein Symbolschloss vorangestellt ist. Obacht: Die Darstellung kann hier browser-abhängig variieren!

 

Wenn Sie sicher gehen wollen, ob eine Ihnen unbekannte Webseite zertifiziert ist, rufen Sie diese in verschiedenen Browsern auf. Die gute Nachricht: Betriebssysteme und Online-Plattformen werden von den Betreibern immer sicherer gemacht. Das IOS-Betriebssystem, das Apple nutzt, ist beispielsweise mit einigen Sicherheitsschranken ausgestattet und schützt in dieser Hinsicht wesentlich besser als Android oder andere Betriebssysteme. Grundsätzlich gilt bei allem, was man im World Wide Web unternimmt, die Devise: Wachsam und immer kritisch sein!

 

DER EXPERTE
Nils Rochholl ist Geschäftsführer der implec GmbH, einem IT-Dienstleister, der sich auf Cloud-Lösungen für Unternehmen jeglicher Größe spezialisiert hat. 2002 gegründet, hat sich implec durch jahrelange Erfahrung als starker IT-Partner in NRW etabliert mit Standorten in Düsseldorf und Mönchengladbach – 2018 eröffnete der neue Showroom in Rheydt.

 

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„IT:Vorsicht vor Social Hacking“ ist ein Beitrag aus der aktuellen Ausgabe
des Magazins Wirtschaftsstandort Mönchengladbach. 

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