In dieser Woche konnte der Nachwuchs bei der ersten „Schülerwoche der Metall- und Elektroindustrie“, organisiert von Unternehmerschaft und zdi-Zentrum Mönchengladbach, die Welt der Technik praxisnah und intuitiv für sich ganz neu entdecken. Reinhold Schneider, Geschäftsführer der Unternehmerschaft der Metallund Elektroindustrie zu Mönchengladbach e.V., erklärt im Interview, wie gut die Karriereaussichten in der Metall- und Elektroindustrie sind.

Die Schülerwoche der Metall- und Elektroindustrie informierte jetzt erstmals komprimiert über Karrierechancen in einer Leitbranche. Was erhofft sich die Unternehmerschaft von diesem Angebot?
Reinhold Schneider: Die Metall- und Elektroindustrie braucht Fachkräfte mehr denn je. Wer sich für Technik begeistert und die Faszination Technik praxisnah und spannend erleben möchte, war in unserer Metallwoche goldrichtig. Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsbilder hier vor Ort wurden anschaulich und praxisnah erlebbar und begreifbar gemacht.

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Reinhold Schneider, Geschäftsführer der Unternehmerschaft Metall- und Elektroindustrie in Mönchengladbach. Foto: ume

Es werden mit Gymnasiasten, Gesamt-, Real- und Hauptschülern unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Was braucht die Metall- und Elektroindustrie denn mehr: Den Ingenieur oder den Auszubildenden?
Wir brauchen beides! Unserer Industrie hier in Mönchengladbach ist eine High-Tech-Industrie, die auch exzellente Facharbeiter benötigt. Zudem sind die Karrierewege durchlässig. Mittels dualer Ausbildungen können Facharbeiter später zu Ingenieuren werden.

Gehen die Unternehmen heute anders auf den Nachwuchs zu als noch vor zehn Jahren?
Unsere Unternehmen in der Region haben sich immer schon für eine moderne und praxisnahe Ausbildung eingesetzt und hierfür viel investiert. Denn die Jugendlichen von heute sind die Facharbeiter und Ingenieure von morgen und sichern so unser aller Einkommen und Wohlstand. Denn die M+E-Industrie, die nicht zu Unrecht als die größte Lehrwerkstatt Deutschlands bezeichnet wird, ist nicht Alles. Aber ohne sie ist Alles nichts. Angesichts der unabwendbaren demographischen Entwicklung gehen die Unternehmen heute natürlich noch intensiver auf den Nachwuchs zu. Deshalb machen wir zum Beispiel auch die Metallwoche.

Müssen die Schulen heute mehr auf die Unternehmen zugehen?
Ich glaube, dass durch die gute Zusammenarbeit der Wirtschaft insbesondere mit den hiesigen Schulen dort vielleicht einmal vorhandene Bedenken entfallen sind. Frühzeitige Berufsorientierung ist ein wichtiger Meilenstein im Leben. Und dabei wollen wir die Schulen unterstützen. Und jede Schule, die auf uns zugeht, ist uns willkommen.

Ist es heute einfacher, Karriere in der Metall- und Elektroindustrie zu machen oder ist das Anforderungsprofil höher als in anderen Branchen?
Sicher sind die Anforderungen in unserer Branche nicht gering. Aber das macht den Job ja gerade so abwechslungsreich und spannend. Und erfahrene Ausbilder vermitteln praxisnah und mit hohem persönlichen Einsatz das Know-how, das erforderlich ist, um bei uns Karriere zu machen. Entsprechend ist übrigens auch die Bezahlung!

Die Anzahl der Bewerberinnen ist nach wie vor sehr gering. Wie kann man den weiblichen Nachwuchs für die Metall- und Elektroindustrie begeistern und wie gut sind die Chancen für Mädchen, in dieser Branche Fuß zu fassen?
Die technischen Berufe sind natürlich für alle da. Auch für Mädchen. Gerade für Mädchen. Coole Technik, eigenständiges Arbeiten aber auch Teamarbeit sprechen doch junge Frauen an. Ein Tipp für die Girls: Schaut mal bei www.girlspower-me.de rein!