Sie stellten das Projekt „Zahnmedizinisches Zentrum“ auf dem Gelände der alten Grundschule in Klinkum vor (von links): Marc Neumann (SEWG), Bürgermeister Michael Stock, Sylvia Hamacher, Zahnärztin Melanie Schmitt, Zahnarzt Abdul-Rahman Al-Zouhby, Zahnarzt Olaf Hamacher, Architekt Lutz Gronau. Foto: Jürgen Laaser

 

Wegberg. Für so manchen Schüler der ehemaligen Grundschule in Klinkum mag der Mathe-Unterricht so schön gewesen sein wie ein Besuch beim Zahnarzt. Insofern passt es vielleicht ganz gut ins Bild, dass auf dem ehemaligen Schulareal nun ein modernes zahnmedizinisches Zentrum entsteht.

Eröffnet werden soll die Praxis an der Alten Landstraße in Wegberg-Klinkum im Herbst 2018. Hausherr wird Karl Olaf Hamacher sein, der seine Zahnarztpraxis in Wegberg aufgeben und sich am neuen Standort deutlich vergrößern wird. Fünf Zahnärzte und Fachärzte sollen in dem rund 440 Quadratmeter großen und barrierefreien Zahnzentrum für eine optimale Patientenbetreuung sorgen. Als „schöne Entwicklung für Wegberg und Klinkum“ bezeichnete Bürgermeister Michael Stock die Pläne von Investor Hamacher, der tatsächlich eine erhebliche Summe – die genaue Zahl wollte er nicht verraten – investiert, um den Bürgern der Region eine umfassende zahnärztliche Versorgung zu ermöglichen. „Unsere Therapiemöglichkeiten werden sich auf die Bereiche der konservativen Zahnheilkunde, also Zahnerhalt, Prothetik, Paradontologie, Prophylaxe, Kieferorthopädie, Kiefergelenkserkrankungen, Implantologie, Knochenaufbau und zahnärztliche Chirurgie erstrecken“, erklärte Karl Olaf Hamacher. Es sollen drei Zahnärzte und zwei Fachärzte für Oralchirurgie und Kieferorthopädie in der neuen Praxis arbeiten, die von einem Team von zehn zahnmedizinischen Fachangestellten unterstützt werden. „Das gesamte Team steht den Patienten montags bis freitags durchgehend zur Verfügung“, verspricht Hamacher.

440 Quadratmeter groß und barrierefrei: das künftige zahnmedizinische Zentrum in Klinkum. Visualisierung: Architekturbüro Gronau

 

Gerne hätte dieser übrigens die Fassade des Schulgebäudes erhalten, aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten war dies jedoch utopisch. Stattdessen entsteht auf dem Gelände nun ein modernes Praxisgebäude nach Plänen des Wegberger Architekturbüro Gronau GmbH & Co. KG. Innen soll das zahnmedizinische Zentrum mit modernster digitaler Röntgentechnik (DVT) ausgestattet werden. „Der Vorteil ist eine wesentlich geringere Strahlenbelastung gegenüber der normalen analogen Technik. Die Bilder stehen in der komplett digitalisierten Praxis innerhalb von Sekunden zur Verfügung und können zusammen mit den Patienten auf großen in den Zimmern befindlichen Bildschirmen erörtert werden“, erklärte Hamacher. Auch in der Prothetik sollen neue Wege beschritten werden. Mit einem Oralscanner werden Zähne erfasst und über eine digitale Vernetzung mit einem Dentallabor vollautomatisch Zahnersatz in CNC-Fräsmaschinen hergestellt. In der neuen Praxis wird außerdem Kieferorthopädie für Erwachsene mittels Schienentechnologie angeboten. „Für Patienten, die Probleme haben, zu uns zu gelangen, wird ein Shuttle-Service angeboten“, sagte Hamacher. Der neue Standort sei verkehrstechnisch günstig gelegen, biete ausreichend Parkplätze und es gibt eine Bushaltestelle vor der Haustür. “

Sein Konzept habe er bereits den Zahnarztkollegen im Stadtgebiet vorgestellt. „Wir wollen nicht in eine harte Konkurrenzsituation geraten, sondern möchten in Klinkum künftig ergänzende Leistungen anbieten, für die Patienten aus Wegberg bisher nach Erkelenz oder Mönchengladbach fahren müssen“, erklärte Hamacher.

-jfk