Mönchengladbach. Mönchengladbach hat mehr Global Player und Hidden Champions, als man vermuten würde. QinetiQ ist einer von ihnen. Seit Mitte Oktober ist das Unternehmen mit Stammsitz in Großbritannien am Flughafen Mönchengladbach beheimatet – unter dem Namen E.I.S. Aircraft reicht die Historie Luftfahrtbranchen-Dienstleisters am Standort Mönchengladbach freilich schon viele Jahre zurück. QinetiQ hat vor einem halben Jahr mit der die Business-Unit „Operations“ eines von drei Geschäftsfeldern von E.I.S. übernommen – und Großes vor! „Wir wollen in Deutschland unseren eigenen Fußabdruck hinterlassen“, unterstreicht Stefan Drenkelfuß, Bereichsleiter Aircraft Modification bei QinetiQ Deutschland.

 

An seinem neuen Standort Mönchengladbach liegt der Fokus von QinetiQ auf der Wartung und Instandsetzung von Business-Maschinen des renommierten Schweizer Flugzeugherstellers Pilatus. „Aktuell sind wir für die Pilatus-Flieger vom Typ PC-9 und PC-12 verantwortlich, hoffen aber künftig auch auf Aufträge für die PC-24“, erzählt Christian Beine, Business Development Manager bei QinetiQ. Die PC-24 ist der erste Businessjet, der die Vielseitigkeit eines Turboprops, die Kabinengröße eines Medium Light Jets und die Leistung eines Light Jets kombiniert. Das Modell wurde von Beginn an für den „Offroad“-Einsatz entwickelt. „Seine herausragende Leistung auf kurzen Naturpisten eröffnen ein großes Maß an Flexibilität und neuen Möglichkeiten“, weiß Drenkelfuß.

 

Mittelfristig soll die Zahl der
Arbeitsplätze signifikant steigen

Es wäre die nächste Erweiterung des eigenen Portfolios, welche die ohnehin vollen Auftragsbücher noch weiter füllen würde. Und es wäre eine weitere gute Nachricht für den QinetiQ-Standort Mönchengladbach. Derzeit sind hier rund 50 Mitarbeiter beschäftigt, mittelfristig soll diese Zahl signifikant steigen. Paradebeispiele für das junge, dynamische QinetiQ-Team sind Marius Gurski (23 Jahre) und Moses Zellner (25): Beide arbeiten seit einigen Jahren für das Unternehmen, haben hier auch ihre Ausbildung zum Fluggerätmechaniker absolviert. „Ich wusste schon recht früh, dass ich beruflich etwas mit der Fliegerei zu tun haben will“, erzählt Gurski. Über Praktika und eine dreieinhalbjährige Ausbildung hat er es bei E.I.S. beziehungsweise QinetiQ zu seinem Traumjob geschafft. Sein Kollege Moses Zellner absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Tischler, ehe er den Weg in die Flugzeugbranche fand. „Der Job ist spannend und abwechslungsreich. Regelmäßig fliegen wir zu Kunden nach Frankreich oder Kroatien, um dort vor Ort Maschinen zu warten oder instand zu setzen.“ Der Traum von beiden: „Selbst irgendwann die Fluglizenz zu machen!“

 

Moses Zellner (links) und Marius Gurski haben bei QinetiQ erfolgreich die Ausbildung zum Fluggeräte-Mechaniker absolviert. Für Wartungsaufträge sind sie des Öfteren im europäischen Ausland unterwegs. Fotos: Andreas Baum

 

Im Hangar bekommen Gurski und Zellner regelmäßig Besuch von ihrer Kollegin Anna Adamek. Die 28-Jährige arbeitet seit einem halben Jahr als technische Produktdesignerin für Maschinen- und Anlagenbau für das Unternehmen. Ihren Arbeitsplatz im ersten Stock des angegliederten Bürotrakts verlässt sie regelmäßig, um in der Flugzeughalle „live“ zu sehen, woran sie an ihrem Bildschirm arbeitet. „Mir gefällt die enge Bindung von Theorie und Praxis hier so gut“, erzählt Adamek im Gespräch mit dem Wirtschaftsstandort. „Wir sind ein junges Team und bekommen die Freiräume, die wir uns wünschen.“

 

Für sie gilt das besonders, denn neben ihrem Job absolviert sie noch ein Duales Studium; 2021 trägt sie dann den Titel „Bachelor of Engineering“. „Wir freuen uns natürlich, wenn sich unsere Mitarbeiter weiterbilden und unterstützen sie dabei ohne Wenn und Aber“, betont Stefan Drenkelfuß. „Flexible Arbeitszeiten, das Übertragen von Verantwortung und nicht zuletzt der Spaß an der Arbeit zeichnen uns als attraktiven Arbeitgeber aus.“ Initiativ-Bewerbungen seien stets willkommen, ergänzt Christian Beine. „Wir wollen hier am Standort Mönchengladbach schnell wachsen und suchen in erster Linie Fluggerätelektroniker, Fluggerätmechaniker, Ingenieure aus dem Bereich Luft- und Raumfahrttechnik sowie Nachrichtentechnisches Personal.“

 

Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis ist das, was die 28-jährige Anna Ademek an ihrer Arbeit als technische Produktdesignerin bei QinetiQ besonders reizt.

 

Hineinschnuppern in die Branche können junge Leute jederzeit mithilfe von Praktika. QinetiQ bildet außerdem aus (z.B. zum Fluggerätmechaniker) und unterstützt Studenten außerdem bei der Anfertigung ihrer Bachelor- oder Masterarbeit.

-jfk

 

 

INFO

Die Kernkompetenz von QinetiQ liegt in technischen Lösungen im Luftfahrtbereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie für deutsche und internationale Streitkräfte sowie Behörden. QinetiQ ist dabei exklusiver Anbieter von Flugzieldarstellung für Deutsche und NATO-Streitkräfte. Erfahrene Spezialisten sorgen beispielsweise für die Modifikation und Integration von komplexen Missionssystemen wie hochauflösende Kameras und Datalink- und Kommunikationssysteme in Einsatzflugzeuge.

BEWERBUNGEN
Initiativ-Bewerbungen von interessierten Bewerbern können per eMail gesendet werden an die Adresse hr@qinetiq.de.

 

 

Bildunterschrift (Foto oben): 
Stefan Drenkelfuß (links) und Christian Beine unterstützen Mitarbeiter wie Anna Adamek, die neben ihrem normalen Job noch ein Duales Studium absolviert.

 

 

„QinetiQ: Starker Player am Airport M önchengladbach“ ist ein aktueller Beitrag
aus der August-Ausgabe unseres Magazins Wirtschaftsstandort Mönchengladbach.
Hier geht es zur kompletten ePaper-Ausgabe des Magazins.

 

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