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Das Formula-Student-Team der Hochschule Niederrhein beim Rennen in Barcelona. Foto: Hochschule Niederrhein


Niederrhein.
Beim Circuit de Catalunya denken viele Motorsport-Fans zuerst an packende Duelle zwischen den früheren Formel-1-Piloten Mika Häkkinen und Michael Schumacher. Auch auf das Formula-Student-Team der Hochschule Niederrhein hat der Kurs nördlich von Barcelona eine besondere Faszination ausgeübt. Nach mehrmaligen vergeblichen Anläufen hat es in dieser Saison ersmals mit einer Teilnahme am dortigen Formula-Student-Wettbewerb geklappt. Am Ende kehrte das Team mit Platz 21 (von 36) in der Gesamtwertung und vielen wertvollen Erfahrungen an den Niederrhein zurück.

„Das war schon ein ganz besonderes Event. In Barcelona waren viele der Top-Teams aus der Formula-Student-Weltrangliste am Start“, berichtet der scheidende Teamleiter Maximilian Kamps. Entsprechend vorsichtig war die Prognose vor dem Rennwochenende: „Angesichts der Konkurrenz hatten wir uns einen Platz in den Top 20 vorgenommen. Auch wenn wir das Ziel knapp verpasst haben, sind wir mit dem Wochenende doch sehr zufrieden. Schließlich sind wir das beste Team ohne Heckflügel gewesen“, so Kamps weiter. Beim vergleichbaren Rennen am Hockenheimring war das Team im Vorjahr noch Vorletzter geworden.

Mit insgesamt rund 30 Personen war das HSNR-Racing-Team vor Ort. Trotz beschwerlicher Anreise, die Fahrt dauerte über 14 Stunden, war die Vorfreude bei jedem einzelnen Teammitglied greifbar. Aber schon bei der obligatorischen Sicherheitsabnahme des Rennboliden RS16c zeigte sich, dass die spanischen Juroren sehr detailverliebt waren. „Wir haben es gerade noch rechtzeitig geschafft, alle Bedingungen zu erfüllen. Wir mussten hier und da noch etwas nachjustieren“, sagt Kamps. Beim letzten Rennen in Italien, bei dem dieselben Regularien zu Grunde lagen, war das Fahrzeug noch ohne Beanstandung durch die Sicherheitsabnahme gekommen.

Auch bei den folgenden Events zeigte sich, dass die Konkurrenz in Spanien besonders stark war. „Wir haben im Beschleunigungswettbewerb zwar unsere persönliche Bestzeit aufgestellt, doch damit sind wir nur 25. geworden“, berichtet Mathias Krieter, der seit dem 1. September neuer Technischer Leiter des HSNR-Racing-Teams ist.

Der Trip nach Barcelona hat sich für das Rennteam der Hochschule Niederrhein dennoch gelohnt. „Obwohl wir eine Top-20-Platzierung denkbar knapp verpasst haben, haben wir doch wieder sehr viel gelernt. So haben wir uns eine Garage mit den „Hawks“, dem Top-Team der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, geteilt. Die waren alle super drauf und haben uns wertvolle Tipps gegeben. Das ist das Schöne an der Formula Student: Jeder hilft jedem. Es ist wie eine große Familie“, fasst Maximilian Kamps das Wochenende zusammen.

Bei der 1981 in den USA gegründeten Formula Student sollen Studierende Lehrinhalte praktisch anwenden. Sie sammeln Erfahrungen in den Bereichen Konstruktion und Fertigung und lernen die wirtschaftlichen Aspekte des Automobilbaus kennen.