Geschäftsleiter Joachim Potrykus vor einem Teil der 12.000 Quadratmeter großen Verkaufsfl äche. Unter rund 80.000 Artikeln kann der Kunden hier wählen. Foto: Andreas Baum

 

Mönchengladbach. Er ist ein Stück Mönchengladbacher Stadtgeschichte: Vor über einem halben Jahrhundert öffnete der Handelshof erstmals seine Pforten, damals noch in einem 2.000 Quadratmeter großen Ladenlokal Am Steinberg. Damals gab es dort bereits die – für die damalige Zeit – beachtliche Zahl von rund 3.000 verschiedenen Artikeln. Heute sind es auf einer Fläche von 12.000 Quadratmetern am Rönneterring (früher Roermonder Straße) 80.000 Produkte aus den Bereichen Food und Non-Food – vom Champagner bis zum Zanderfilet, vom Staubsauger bis zum Laminiergerät.

Das Prinzip von „Cash & Carry“ hat sich dagegen nicht verändert: Nach wie vor können ausschließlich Profis aus der Gastronomie und Hotellerie, Gewerbetreibende, Selbständige und Freiberufler sowie Institutionen, Behörden und Vereine mit einem Gewerbeschein im Handelshof einkaufen. Das tun in normalen Wochen etwa 10.000 Kunden, zu Spitzenzeiten, beispielsweise im Weihnachtsgeschäft, bis zu 20.000. Die Historie ist dem Unternehmen wichtig, aber kein Grund, sich darauf auszuruhen: Mit einem Millionen-Invest wird der Mönchengladbacher Standort in den kommenden zwei Jahren fi t für die Zukunft gemacht.

Millionen-Invest für den Standort Mönchengladbach
Seit 2004 ist Joachim Potrykus Geschäftsleiter in Mönchengladbach, dem Handelshof aber schon seit Ende der 70er Jahre verbunden. Nach einer Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann beim Handelshof kehrte er nach der damals obligatorischen 15-monatigen Bundeswehr-Zeit zum Unternehmen zurück, darunter von 1985 bis 1990 in die Filiale in Haan bei Düsseldorf, die 1959 als erster Handelshof-Standort überhaupt eröffnet worden war. „Damals gehörten noch Autozubehör und Heimwerker-Utensilien zu unserem Sortiment. Davon haben wir uns aber wieder getrennt“, erinnert sich Potrykus lächelnd.

„Unser Herz schlägt in der Frische“
Handelshof-Geschäftsleiter Joachim Potrykus

Stattdessen konzentrierte sich die Handelshof-Gruppe auf das Portfolio, das sie bis heute stark und unverwechselbar macht: Nahrungsmittel und Süßwaren, Hygiene- Artikel sowie frisches Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse. Breit gefächert ist die Getränke- und Spirituosen-Abteilung: In der Weinabteilung des Handelshofs fi nden Kunden auf 200 laufenden Metern 1.500 Sorten Wein aus aller Welt. Dazu richten sich die wechselnden Sortimente nach den Themen des Jahres: Die Weihnachtsmänner werden von „Kamelle“ abgelöst und diese von den Osterhasen. Im Herbst ist „weiß-blau“, sprich alles rund ums Oktoberfest, der dominierende Trend, ehe die wirtschaftlich stärkste Jahreszeit, das Weihnachtsgeschäft, anbricht. „Außerdem sind wir in der Lage, schnell auf aktuelle Trends zu reagieren, sei es etwa Veganes Essen oder Seafood“, erklärt Potrykus. Ganz neu im Angebot ist unter dem Motto „Eiswelt“ ein spezielles Sortiment für Eis- Café-Betreiber, bei denen der Trend zu immer ausgefalleneren Eissorten geht – der Handelshof versorgt sie mit den entsprechenden Zutaten.

„Schnell“ ist auch das Stichwort, wenn es um die Abwicklung von Kundenaufträgen geht. „Die Zeitfenster für Aufträge werden immer kleiner“, weiß Geschäftsleiter Joachim Potrykus. Das gilt vor allem für den Bereich der Warenauslieferung. Sind Kunden, die in einem Radius von bis zu 25 Kilometern beheimatet sind, in der Regel Selbstabholer, liefert der Handelshof darüber hinaus Waren aus – von Aachen bis Kleve. Eine Dienstleistung, die nach Ansicht von Potrykus im heutigen Wettbewerb immer wichtiger wird: „Der Service-Gedanke wird mehr denn je im Fokus stehen. Weil wir in diesem Bereich ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen, gewinnt die Koordination von Terminen und Warenfluss immer mehr an Bedeutung.“

Weil die Nachfrage nach Auslieferungen „in time“ beständig wächst, will der Handelshof in die Vergrößerung seines Liefergroßhandels investieren. Und nicht nur das: Auch die Verkaufsflächen der Mönchengladbacher Handelshof-Filiale sollen binnen der kommenden beiden Jahre attraktiver gestaltet werden. Dafür will das Unternehmen mehrere Millionen Euro in die Hand nehmen. Im Fokus soll dabei die an gemessene Präsentation der Frischwaren-Abteilungen stehen, nachdem 2016 bereits die Frischfisch-Abteilung und das Restaurant modernisiert worden waren.. „Das Herz eines Cash & Carry-Unternehmens schlägt in der Frische“, unterstreicht Potrykus. „Hier wollen wir bei unseren Kunden für einen Aha-Effekt sorgen, in dem wir beste Qualität und eine angenehme Einkaufsatmosphäre schaffen.“ Zusammen mit kompetenten Mitarbeitern und einem Produktsortiment, das den regionalen Besonderheiten Rechnung trägt, will der Handelshof so ein zukunftsfähiges Gesamtpaket zum Wohle der Kunden schnüren.

-jfk

 

INFO
Die Handelshof-Gruppe betreibt in Deutschland 16 Cash & Carry-Märkte in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und im Großraum Hamburg. Das Angebot der Handelshof-Märkte richtet sich an Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpfl egung, Handel, selbstständige Unternehmer und Freiberufler. Kunden können ihre Waren sowohl über die 16 Märkte beziehen als auch über den Liefergroßhandel. Zu diesem Zweck betreibt der Cash & Carry- Anbieter eine Ablieferlogistik mit modernen Kühl-Lkw, die Großbestellungen ins Haus liefert. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen rund 2.300 Mitarbeiter. Für das Geschäftsjahr 2017 plant der Handelshof MG mit einem Brutto-Umsatz von 93,3 Millionen Euro.

 

FAKTEN
Der Handelshof Mönchengladbach beschäftigt 280 Mitarbeiter, darunter 17 Auszubildende. Er ist Ansprechpartner für das THW und andere Hilfsorganisationen, sollten im Katastrophenfall Lebensmittel etc. benötigt werden.

 

KONTAKT
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Rönneterring 12
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