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Das Plenum beim Logistikforum 2016 im Borussia-Park. Foto: Carlos Albuquerque / pixel&korn


Mönchengladbach.
Zum Thema „Urbane Versorgung – Logistiklösungen für die Stadt“ diskutierten die knapp 150 Teilnehmer des 12. Logistikforums Mönchengladbach Trends und Anforderungen an die Stadt der Zukunft. Das Forum wird in Kooperation der LOG4MG – Logistikinitiative Mönchengladbach, gemeinsam mit der BVL – Bundesvereinigung Logistik ausgerichtet. Die LOG4MG ist an die WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach angeschlossen.

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Professor Dr. Uwe Clausen

Keynotes zu den Themenblöcken „Urbane Logistik“, „letzte Meile“ und „Lösungen für Immobilien“ zeigten Herausforderungen und Chancen auf. Professor Dr. Clausen, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML erläuterte, ausgehend von globalen Trends, Herausforderungen für urbane Logistik. So können kooperative Last-Mile-Logistik, bessere Informationsdienste und Warenübergaben, sowie Elektromobilität und Flächeneffizienz Lösungsansätze sein.

Diese Ansätze sind bei UPS schon angekommen. Jörg Herden, Asset Management, UPS, zeigte auf, wie die Hamburger City bereits heute emissionsfrei beliefert wird. Cargo Cruiser und Container sind – gemischt mit persönlichem Engagement der Fahrer – hier die Stichworte.

Stichworte, die auch von Raimund Rassilier hätten kommen können. Der Geschäftsführer von veloCARRIER bringt eine Menge Praxiserfahrung mit Elektro Lastenrädern und effizienten Abhol- und Belieferungsrouten mit. Denkt man an Projekte wie „MG bei ebay“ fallen Potentiale direkt ins Auge. Die Abholung der Sendung direkt beim Kunden ist hier ein starkes Argument. Und das auch am Berg: durch den Einsatz der elektronischen Unterstützung sind auch Steigungen kein Problem.

Am Nachmittag wurden Lösungen für Immobilien thematisiert. Andreas Fleischer, Business Unit Director Northern Europe, SEGRO, ging intensiv auf Herausforderungen und Möglichkeiten der Entwicklung von Immobilien im urbanen Raum ein. Brachflächen böten Fallstricke, aber auch große Chancen. Konzepte, die mit Anwohnern entwickelt und individuell auf den Standort zugeschnitten seien, böten Städten Mehrwert – und das auch gerne in Mischnutzung.

Diese Entwicklungen wurden anschließend durch Jan van den Hogen, Head of Tenant Relationship Management Logistics, Deka aufgegriffen. Als Perspektivwechsel zeigte er Marktchancen, aber auch Beschränkungen für institutionelle Investoren auf. Denn eins ist klar: auch die ganz Großen müssen sich der Revolutionierung der Lieferkette anpassen. Und diese bringt neben sehr großen, optimierten Centern auch die Anforderung an kleine, bewegliche Lösungen nah an den Konsumenten.

Abschließend wurde noch einmal „out oft he box“ gedacht. Bernd Gothe, Geschäftsführer Heinz Gothe GmbH & Co. KG sowie Vorsitzender des Karnevalsverbands MG zeigte auf, wieviel (Sicherheits-) Logistik hinter dem Mönchengladbacher Veilchendienstagszug steckt. Mit einer Besucherzahl von über 400.000 ist dieser das größte Einzelereignis der Stadt und stellt einmalige Herausforderungen an Routenplanung, Sicherheitslogistik und Zusammenarbeit im Netzwerk.

In der begleitenden Ausstellung, die hauptsächlich mit LOG4MG-Partnern besetzt war und auch dieses Jahr wieder rund ein Dutzend Stände zählte, wurde in den Pausen sowie anschließend intensiv über Vermeidung von Lieferverkehren und innovative Lösungen diskutiert. Aber auch die Pflege bestehender, sowie die Schaffung neuer Geschäftskontakte steht beim Logistikforum Mönchengladbach im Fokus.

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