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An die Stelle des in den 1950er Jahren erbauten Haus Westland, das seit Frühjahr 2004 leer steht, sollen Neubauten unter anderem für Büros, Wohnungen, Gastronomie und Dienstleistungen entstehen. Foto: Stadt MG

 

Mönchengladbach. Um die Zukunft von Haus Westland und die Auswirkungen auf den Europaplatz geht es am heutigen Montag in einer ersten Jurysitzung, die im Rahmen eines zweistufigen Wettbewerbsverfahrens stattfindet. Die Lüder Immobilien Gesellschaft hatte als neuer Eigentümer von Haus Westland und Investor acht internationale Planungsbüros aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden dazu aufgerufen, nach klar formulierten Vorgaben ihre Entwürfe für das „zentrale Eingangstor“ zur Stadt zu entwickeln. In der Jury sitzen neben dem Investor und der Projekt Mönchengladbach GmbH unter anderem auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt, sowie Vertreter der Politik und externe Fachexperten. Begleitet und moderiert wird das Wettbewerbsverfahren durch das Düsseldorfer Büro Faltin + Sattler.

„Wir haben gemeinsam mit dem Investor nun die große Chance, an dieser für Mönchengladbach städtebaulich herausragenden Stelle ein Stück Stadtreparatur vorzunehmen und eine attraktive Visitenkarte zu schaffen“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Und Dr. Gregor Bonin ergänzt: „Hier geht es nicht nur um das bisherige Haus Westland, sondern um das gesamte Areal zwischen Hauptbahnhof und dem angrenzenden Gründerzeitviertel. Von dem Wettbewerb erhoffen wir uns bestmögliche Qualität im Sinne des strategischen Entwicklungsprozesses mg+ Wachsende Stadt“.

In der heutigen Jurysitzung sollen zunächst die besten Konzepte zur weiteren Ausarbeitung ausgewählt werden. „Dabei wird das weitere Aufgabenprofil für die verbleibenden Teilnehmer geschärft. Der Dialog zwischen Jury und Teilnehmern erweist sich immer als vorteilhaft für das weitere Verfahren“, so Jörg Faltin. In einer zweiten Jurysitzung im Februar soll dann der endgültige Entwurf ausgewählt werden.

„Wir sind überzeugt von Mönchengladbach und dem Standort und begeistert von dem konstruktiven Verfahren und der sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadt. Wir dürfen davon ausgehen, dass wir für dieses Areal die bestmögliche Lösung finden werden“, betont Jan Wehle, Gesellschafter der Projekt Mönchengladbach Gesellschaft, der mit Geschäftsführer Carl Matthias Rathgen an der Jurysitzung teilnimmt.

Während die Entwürfe von den jeweiligen Büros heute noch vorgestellt werden, steht bereits jetzt schon fest, dass der komplette Gebäuderiegel samt Turm abgerissen werden soll. So sehen es schließlich alle acht Teilnehmer in ihren Entwürfen vor. An die Stelle des in den 1950er Jahren erbauten Haus Westland, das seit Frühjahr 2004 leer steht, sollen Neubauten unter anderem für Büros, Wohnungen, Gastronomie und Dienstleistungen entstehen. In der weiteren Ausformulierung der Entwürfe geht es nicht nur um die Frage, wie der neue Gebäudekomplex aussehen wird. „Es geht auch um die Frage, was die beste räumliche Konzeption für einen be- und erlebbaren Platz sein wird“, erläutert Dr. Gregor Bonin. Die Stadt hatte dem Investor angeboten, die Fläche in Richtung Hauptbahnhof zu erweitern und damit den Platz, der ebenso zur Disposition steht, entsprechend zu verkleinern.