Unternehmen und Privatkunden in Mönchengladbach sollen künftig mit schnellem Internet versorgt sein. Anbieter Deutsche Glasfaser stellt dafür 34 Millionen Euro bereit.

Mönchengladbach. Schneller, leistungsfähiger und komfortabler: Die Kommunikationswege der im Gewerbepark „An der Eickesmühle“ ansässigen Unternehmen nehmen im wahrsten Sinne „Fahrt auf“. Möglich macht es der Ausbau des Breitbandnetzes, mit dem die Deutsche Glasfaser jetzt beginnt. Aber nicht nur an der Schlachthofstraße in Rheydt, sondern auch darüber hinaus soll der Glasfaserausbau in Mönchengladbach voran schreiten. So startet das Unternehmen jetzt auch in den ersten Privatkundenbereichen Wanlo, Wickrathberg, Wickrathhahn, Buchholz, Sasserath, Herrath und Beckrath die Nachfragebündelung. Insgesamt sollen in den nächsten zwei Jahren 28 Ortsteile und zwölf Gewerbegebiete in Mönchengladbach an das Glasfasernetz angeschlossen und mit der neuesten Version von Internet, dem IP6, das einen Zugriff auf nicht weniger als 50 Billiarden Internetadressen ermöglicht, versorgt werden.

Glasfaser / Eickesmühle

„Digitaler Spatenstich“ im Gewerbepark „An der Eickesmühle“: Hier beginnt die Deutsche Glasfaser mit dem Breitbandausbau. Insgesamt sollen zwölf Mönchengladbacher Gewerbegebiet mit schnellem Internet versorgt werden. Foto: Andreas Baum

„Mönchengladbach ist bundesweit die erste größere Stadt, mit der wir eine Kooperation ins neue digitale Zeitalter abgeschlossen haben“, betont Marco Westenberg von der Deutschen Glasfaser, die auf Mönchengladbacher Stadtgebiet ein Budget von 34 Millionen Euro bereit hält. Begleitet von der WFMG wurde für den Breitbandausbau zwischen der Deutschen Glasfaser und der Stadt Mönchengladbach Ende Dezember 2015 eine Vereinbarung abgeschlossen. Damit setzen Stadt und WFMG einen Ratsbeschluss von November vergangenen Jahres zur besseren Breitbandversorgung in Mönchengladbach um. Vor kurzem hat Mönchengladbach Fördermittel in Höhe von 50.000 Euro für die Erstellung einer Breitbandstudie erhalten. Die Fördergelder aus dem Bundesförderprogramm werden nun genutzt, um Bürgern und Unternehmen in Mönchengladbach Zugang zu zukunftssicheren Breitbandinfrastrukturen zu ermöglichen.

„Schnelles Internet gehört heute nicht nur als kommunikative Daseinsvorsorge zur Grundversorgung wie Wasser, Strom und Gas. Er stellt auch einen entscheidenden Faktor bei der Wohnortsuche von Menschen und bei der Ansiedlung von Unternehmen dar“, betont Dr. Gregor Bonin, Technischer Beigeordneter der Stadt. Neben dem Gewerbepark „An der Eickesmühle“ sollen elf weitere Gewerbegebiete mit Breitband versorgt und ans Netz angeschlossen werden. „Für Mönchengladbach bedeutet die Kooperation mit der Deutsche Glasfaser den Schritt in Richtung digitale Zukunft“, freut sich Dr. Ulrich Schückhaus.

INFO

29 Millionen Meter Glasfaserkabel und 130 Kilometer Kabelgräben sollen durch das komplette Stadtgebiet gezogen werden. Ziel ist es, in der ersten Ausbaustufe bis zu 22.000 Menschen und 2.400 Unternehmen über Breitband mit den modernen FTTH-Netzen zu versorgen. Ein Kontaktformular für Interessenten findet sich im Internet unter www.deutsche-glasfaser.de.

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