Auftakt zur Tourismusreise des NRW-Wirtschaftsministers Garrelt DuinAuftakt zur Tourismusreise des NRW-Wirtschaftsministers Garrelt Duin

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin nutzte den Besuch in Mönchengladbach, um sich im Hugo Junkers Hangar einmal ins Cockpit der legendären „Tante Ju“ zu klemmen – bei einer Körpergröße von rund zwei Metern gar kein leichtes Unterfangen. Fotos (3): Baum

Zum vierten Mal ist NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin auf Sommertour durch das Bundesland. Erste Station war für ihn in dieser Woche Mönchengladbach.

Mönchengladbach. Es schien, als wollte sich der Minister – leger in beiger Stoffhose und Sommersakko gekleidet – gar nicht erst mit langatmigen Reden aufhalten. Immer wieder wanderte bei seiner kurzen Ansprache im Seminarraum des Hugo Junkers Hangar sein Blick zum „Star“ der Location, der „Tante Ju“, die im 2015 eigens erbauten Hangar ihre dauerhafte Bleibe gefunden hat. „Ich bin sehr gespannt, was Sie mir da gleich zeigen“, sagte Duin, der auf seiner NRW-Tour von seinem Sohn begleitet wird, in Richtung von Bürgermeister Michal Schroeren, der dem Wirtschaftsminister zusammen mit Dezernent Dr. Gregor Bonin die Grüße der Stadt überbrachte. Und so war der zwei Meter große Minister auch der erste, der sich in das enge Cockpit faltete, um sich die technischen Details erklären zu lassen.

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Freuten sich über den Besuch von Minister Duin (oben): David Bongartz, Dr. Urlcih Schückhaus (beide WFMG), Hans-Willi Körfges MdL und Bürgermeister Helmut Schroeren (von links).

Duins Abstecher nach Mönchengladbach war kein Zufall. Der Hugo Junkers Hangar ist eins der jüngsten attraktiven Ausflugsziele in NRW und trägt auch dazu bei, dass der Tourismus als Wirtschaftsfaktor in NRW immer größer werde, wie der Minister betonte. „Unser Land hat eine Menge Touristenattraktionen zu bieten, die Branche wächst kontinuierlich. Wir sind da auf einem ganz hervorragenden Weg!“ Das Freizeitverhalten der Bürger habe sich verändert und konzentriere sich nicht mehr nur auf zwei Wochen während der Sommerferien. Nachgefragt würden vielmehr reizvolle Ausflugsziele, und zwar über das ganze Jahr verteilt. „Dieser Entwicklung tragen wir auch bei unserem Masterplan Tourismus Rechnung, der nicht nur abgearbeitet, sondern auch weiterentwickelt wird“, unterstrich Garrelt Duin.

Inhaltlicher Kern des 2009 verabschiedeten „Masterplans Tourismus Nordrhein-Westfalen“ war und ist die konsequente Orientierung an die für das Reiseland Nordrhein-Westfalen identifizierten potenzialträchtigen Zielgruppen: Mit dieser Fokussierung sollte das Tourismusmarketing effizient gebündelt werden. Vergangenes Jahr wurde der Masterplan fortgeschrieben, weil der eingeschlagene Weg erste deutliche Erfolge zeigte: Der Tourismus in Nordrhein-Westfalen hat sich im Wettbewerb behauptet, er wächst stärker als im bundesweiten Durchschnitt. Neue Inhalte und neue Strukturen sollen die Schlagkraft im landesweiten Tourismusmarketing deutlich erhöhen – beispielsweise durch den Mönchengladbacher Hugo Junkers Hangar, der im ersten Jahr nach Eröffnung schon 63.000 Besucher zählte.

Bürgermeister Michael Schroeren, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Marketing Gesellschaft Mönchengladbach, machte deutlich, dass auch für Mönchengladbach der Tourismus ein immer wichtiger werdender Faktor sei: „Die Übernachtungszahlen steigen stetig an und wie arbeiten auch mit unseren Nachbarn Krefeld, Heinsberg, Viersen und dem Rhein Kreis Neuss, daran das Label „Niederrhein“ in diesem Bereich zu stärken und weiter zu etablieren.“

-jfk

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INFO

Das Projekt, aus dem der Hugo Junkers Hangar hervor gegangen ist, basiert auf dem Wettbewerbsbeitrag „Die letzte Landung der Ju 52“, der im Jahr 2010 als eines der Gewinnerprojekte aus dem Förderwettbewerb „Erlebnis.NRW“ hervorging. Die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach hatte an diesem Wettbewerb teilgenommen. Das eigens zur Durchführung des Projekts gegründete städtische Tochterunternehmen, die Event-Hangar Mönchengladbach GmbH (100-prozentige Tochterunternehmen der EWMG-Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach GmbH), erhielt im Jahr 2012 die Zusage für eine öffentliche Förderung mit EU- und Landesmitteln. Durch den Bau des Hangars erfährt Hugo Junkers, Ehrenbürger der Stadt Rheydt, in Mönchengladbach eine besondere Würdigung. Die Stadt ehrt, verbunden mit einer erfolgreichen wirtschaftlich nachhaltigen Nutzung, einen ihrer größten Söhne und präsentiert im Hugo Junkers Hangar lebendige Flugzeug- und Technikgeschichte.