Bei der Preisverleihung der Kampagne „We do digital“ (von links): Dr. Martin Wansleben (DIHK-Hauptgeschäftsführer), Thomas Genz (Rhenus Lub), und Carsten Lexa (President for Germany, G20 Young Entrepreneurs‘ Alliance, G20 YEA). Foto: DIHK / Jens Schicke


Mönchengladbach. 
Das Mönchengladbacher Unternehmen Rhenus Lub ist im Rahmen der bundesweiten Kampagne „We do digital“ für die Digitalisierung seiner Prozesse ausgezeichnet worden. Ziel der Aktion des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) war es, Erfolgsgeschichten kleiner und mittlerer Unternehmen rund um die Digitalisierung vorzustellen. Die besten Beispiele wurden jetzt im Rahmen des G20 Young Entrepreneurs‘ Summit in Berlin ausgezeichnet. „Diese Erfolgsgeschichten sollen anderen Unternehmen Mut machen, die Herausforderungen der Digitalisierung anzunehmen“, erläutert Elke Hohmann, die als Leiterin des Bereichs Innovation / Umwelt bei der IHK Mittlerer Niederrhein für Digitalisierung zuständig ist.

Das Konzept des Schmierstoffherstellers Rhenus Lub hatte die Jury der Kampagne „We do digital“ besonders beeindruckt: „Auf dem Weg zur Smart Factory nach Maßstäben der Industrie 4.0 haben wir die Prozesse in der Produktion für Spezialschmierfette durchgehend vereinheitlicht und digitalisiert“, berichtet Thomas Genz, Leiter Marketing der Rhenus Lub GmbH & Co KG. „Bei allen Prozessen werden die entscheidenden Produktionsparameter wie zum Beispiel Temperaturen, Zutatenmengen und Zeitpunkt der Zugabe sowie Drehzahlen des Rührwerks noch präziser eingehalten und aufeinander abgestimmt.“ Dadurch gewinne das Unternehmen wichtige Erkenntnisse aus dem Fertigungsprozess, um effizienter und punktgenau zu produzieren. „Vorteile für unsere Kunden: Die Qualität, Leistung und Zuverlässigkeit der Hochleistungsfette steigen – und damit letztlich die Sicherheit aller Arbeitsabläufe und Prozesse“, sagt Genz.

„Vorteile für unsere Kunden: Die Qualität, Leistung und
Zuverlässigkeit der Hochleistungsfette steigen.“

Thomas Genz, Leiter Marketing

Wo bei Rhenus Lub früher Papieraufträge und manuelle Einstellungen vorherrschten, ermöglicht nun ein computergestütztes Fertigungssystem die Steuerung und Kontrolle des Herstellungsprozesses in Echtzeit. Das Gesamtsystem verknüpft ERP (Enterprise Resource Planning), MES (Manufacturing Execution System), Chargensteuerung, Prozessbeobachtung und Produktionsanlagen zu einem lückenlosen automatisierten Prozess. Informationen aus dem Wareneingang, der Rohstoffbedarfsplanung, der Kommissionierung von Additiven, der Abfüllung und der Logistik werden für die Prozessplanung und -steuerung ebenfalls zentral zusammengeführt. „Dank der durchgängigen Dokumentation sind alle Fertigungsschritte zeitgenau nachvollziehbar“, erklärt Khiel. „Das sichert maximale Transparenz und Dokumentation in der Produktion.“

Der Leiter Marketing freute sich bei der Preisübergabe sehr über die Entscheidung der Jury: „Diese Auszeichnung ist eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit.“ Neben Rhenus Lub hatten sich aus dem Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein die GEMO G. Moritz GmbH & Co. KG (Krefeld), die Helmut Beyers GmbH (Mönchengladbach) sowie die Hell GmbH & Co. KG an der Kampagne „We do digital“ beteiligt.

Mehr Informationen sind im Internet zu bekommen: www.wedodigital.de